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Südlink: Wohin mit dem Erdkabel?

Neustadt Garbsen Südlink: Wohin mit dem Erdkabel?

Alles auf Anfang beim Thema Südlink. Im Herbst soll Netzbetreiber Tennet einen ersten Entwurf für die Erdkabeltrasse vorlegen. Die Bewohner eventuell betroffener Gebiete sind in Sorge. Das mussten die Mitarbeiter des Konsortiums Bürgerdialog Stromnetz während einer Infoveranstaltung in Neustadt feststellen.

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Nach den Vorträgen an den Tischen entwickeln sich rege Diskussionen der Besucher untereinander und mit Mitarbeitern des Bürgerdialogs in kleinen Gruppen.

Quelle: Uwe Kranz

Neustadt/Garbsen. Der Weg zum Erdkabel ist noch weit. Grobe Planungen gehen von einer Fertigstellung der Südlinktrasse erst im Jahr 2025 aus, so Mitarbeiter des Bürgerdialogs Stromtrasse während der Informationsveranstaltung am Donnertagabend im Schloss Landestrost in Neustadt. Der erste Korridorvorschlag, den Tennet im Herbst dieses Jahres als Auftakt der sogenannten Bundesfachplanung vorlegen soll, kann noch mehr als 30 Kilometer breit sein. Und: Tennet ist verpflichtet, mindestens eine Alternativroute vorzuschlagen. 

"Das Ziel ist, möglichst gradlinig vom Startpunkt zum Endpunkt zu kommen", sagt Peter Ahmels, Projektleiter beim Bürgerdialog Stromnetz. Nur diese beiden Punkte der bislang zwei vorgesehenen Trassen stehen bisher fest. Für die Region interessant ist die Planung der Route zwischen Wilster in Schleswig-Holstein und Grafenrheinfeld in Bayern. Alles andere ist vor der Tennet-Veröffentlichung reine Spekulation. Nur so viel: Hindernisse auf dieser Linie sollen in möglichst kleinem Bogen umgangen werden.

Ahmels Arbeitgeber, ein Konsortium, bestehend aus der DUH Umweltschutz-Service GmbH, einer Tochter der Deutschen Umwelthilfe, der Werbeagentur Hirschen Group und IKU – Die Dialoggestalter, einem professionellen Mediatorenteam, wird vom Bundeswirtschaftsministerium finanziert. Das schürte in Neustadt gleich zu Beginn Misstrauen unter den Besuchern. "Informieren Sie sich auf jeden Fall bei unabhängigen Stellen", mahnte eine Frau die anderen rund 70 Teilnehmer. Andere Zuhörer stellten gleich den ganzen Südlink infrage.

Für Pia Beug, Leiterin des Bürgerbüros in Hannover, sind solche kritischen Stimmen durchaus willkommen. "Wir wollen die Bürger in den Dialog bringen. Da sind auch solche Aussagen durchaus gewünscht", sagt sie. Inhaltlich lasse sich der Bügerdialog Stromnetz aber nicht von seinem Geldgeber hineinreden, betonte sie. Ihre Aufgabe sei es vielmehr, darüber zu informieren, wann und wie sich Bürger und Kommunen in den langen Prozess der Trassenplanung einbringen können.

In Neustadt machte der Bürgerdialog auch anschaulich, wie eine Kabeltrasse beschaffen sein könnte und welche technischen Schwierigkeiten diesbezüglich bereits überwunden wurden. Bis die ersten Leitungen des Südlinks tatsächlich in der Erde verlegt werden, werden aber noch viele weitere Infoveranstaltungen folgen.

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Fotostrecke Garbsen: Südlink: Wohin mit dem Erdkabel?

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