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Ein Porsche Carrera GT hätte keine Chance

Garbsen / Hannover Ein Porsche Carrera GT hätte keine Chance

Sie schrauben derzeit die Nächte durch: Am Mittwoch soll ihr Rennwagen feierlich in der Leibniz-Universität enthüllt werden, aber fertig ist er noch lange nicht. Kein Grund zur Panik – das gehört in der Formula Student weltweit dazu.

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Das Team Horsepower der Leibniz Universität Hannover beim Schrauben in der Werkstatt im Produktionstechnischen Zentrum Hannover PZH Garbsen.

Quelle: Markus Holz

Garbsen / Hannover. Formula Student Electric ist ein internationaler Konstruktionswettbewerb. Die Aufgabe ist jedes Jahr gleich: Baut einen Formel-Rennwagen mit Elektroantrieb, finanziert ihn, präsentiert ihn und schickt ihn auf die Piste in Parma, Hockenheim und Barcelona.2010 bauten 15 Teams an deutschen Universitäten Rennwagen mit E-Antrieb, heute sind es 60, weltweit 152.Die technischen Fortschritte sind rasant, die Konkurrenz wächst und Autobauer beobachten, was die Studenten weltweit an Innovationen herausbringen.

Hendrik Arndt (25) ist der Leiter des 60-köpfigen Teams der Uni Hannover. Maschinenbauer, Elektrotechniker, Wirtschaftswissenschaftler und Vertreter anderer Fakultäten muss er für ein Konzept gewinnen, von dem noch keiner weiß, ob es auch funktioniert. Der Wagen steckt voller Details, die erst in einigen Jahren in den klassischen Fahrzeugbau einfließen werden. Felgen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK), Aluminium- und Kunststoffbauteile aus dem 3-D-Drucker, Reifen, die es eigentlich noch gar nicht gibt. Sie werden eigens von Continental für die Studenten hergestellt. Das 200-Kilogramm-Fahrzeug mit seinen 180 PS bringt doppelt so viel Drehmoment auf die Straße wie ein Porsche Carrera GT. 

eH16 (für: electric Horse 2016) heißt der Wagen aus dem Horsepower-Stall. Wenn alle Teile verbaut sind, hat er einen Wert von rund 250 000 Euro, die Arbeitsstunden nicht mitgerechnet. Arndt und seine angehenden Ingenieure absolvieren im Moment 70-Stunden-Wochen in ihrer Werkstatt am Produktionstechnischen Zentrum PZH in Garbsen. Arndt hat das Maschinenbaustudium für ein Jahr dafür auf Eis gelegt. Was er als Teamleiter lernt, kann ihm kein Studium bieten. Er ist quasi der Vorstand eines Autobauers, muss Entwicklung, Finanzierung, technische Dokumentation, Tests, Wettbewerbe und Marketing organisieren. "Es ist viel, aber es bringt mir auch sehr viel auf dem Weg in den Beruf", sagt er.

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Von Redakteur Markus Holz

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