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Tennet-Pläne stoßen in Garbsen auf Zustimmung

Garbsen Tennet-Pläne stoßen in Garbsen auf Zustimmung

Die Pläne des Netzbetreibers Tennet, die Stromautobahn Südlink durch den Osten der Region zu führen, stoßen in Garbsen auf breite Zustimmung. Bürgermeister Christian Grahl ist zufrieden, warnt aber vor Euphorie. Die Bürgerinitiativen sind überzeugt, dass ihr Protest die Entscheidung beeinflusst hat.

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"Der Protest hat etwas bewirkt": Im November hatten die Garbsener Bürgerinitiativen in Frielingen gegen die Stromtrasse Südlink demonstriert.

Quelle: Gerko Naumann

Garbsen. Garbsens Stadtverwaltung hat am Dienstag bei einem Kommunalen-Info-Abend in Hildesheim von den Plänen des Netzbetreibers Tennet erfahren. Die Garbsener Bürgerinitiativen, Rat und Verwaltung hätten im Vorfeld ihre Kritikpunkte an der westlichen Trasse im Beteiligungsverfahren klar herausgearbeitet, sagte Bürgermeister Christian Grahl anschließend. Diese seien bei der Bewertung des Trassenverlaufs berücksichtigt worden. "Daher begrüße ich das Ergebnis dieser Einschätzung und die vorgestellten Pläne", sagte Grahl. Für Garbsen und auch für die geplante Wohnbauentwicklung gen Westen sei dies eine gute Entwicklung. Er danke allen Beteiligten für ihren Einsatz.

Grahl sagt, es gebe jedoch keinen Grund für verfrühte Euphorie. Die endgültige Entscheidung über den Trassenverlauf sei noch nicht gefallen, diese treffe die Bundesnetzagentur. Tennet habe am Dienstag betont, alle Alternativen würden gleichrangig und gleichberechtigt geprüft. "Wir müssen am Ball bleiben und das Genehmigungsverfahren weiterhin eng begleiten", so Grahl weiter.

Wilfried Aick von der Bürgerinitiative aus Altgarbsen gegen Seüdlink ist überzeugt: Der Protest in Garbsen und den Nachbarstädten hat den Netzbetreiber Tennet bei seiner Entscheidung maßgeblich beeinflusst. "Die ganze Bevölkerung stand hinter uns, die Politik war sich einig und die Verwaltung auch", sagt Aick.

Aus der Sicht der meisten, mit denen er gesprochen hat, war es von Anfang an eine "blöde Idee", die unterirdisch verlegte Stromautobahn durch den dicht besiedelten Westen zu verlegen. Das habe nichts mit dem Sankt-Florians-Prinzip zu tun, betonte Aick. Ihm sei bewusst, dass es auch im Osten der Region Hannover Landwirte und andere Betroffene gibt, denen die Entscheidung nicht passen wird. Aber, und das sei immer das Argument der Bürgerinitiativen gewesen: "Wenn man alle objektiven Gründe zusammenfasst, ist der Osten deutlich besser geeignet", sagte Aick.

Von Gerko Naumann

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