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Hinter der Bühne geht es nicht friedlich zu

Garbsen Hinter der Bühne geht es nicht friedlich zu

"Stop, stop, da muss mehr Action rein", ruft Schauspieler Benjamin Klug und stürmt die Holztreppe der Bühne in der Aula der Schule am Kleegrund herunter. Er spielt im neuen Stück des Theaterclubs Garbsen einen Regisseur. Dafür sind die Proben in vollem Gang.

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Theaterclub-Neuzugänge Pia Richter und Dominic Winkler üben eine Fechtszene. Benjamin Klug, er spielt den Regisseur für das im Theatermilieu angesiedelte Stück, sieht zu.

Quelle: Benjamin Behrens

Auf der Horst. "Mach sie ruhig mehr fertig", fordert der echte Regisseur des Stückes "Kommissar Kleinhans und der Tod im Theater", Felix Futtermenger. Die Kriminaltragikkomödie stammt aus der Feder von Autor Bernd Peter Marquardt. Premiere feiert das Stück am Sonnabend, 3. Juni, um 19.30 Uhr in der Aula des Johannes-Kepler-Gymnasiums. Weitere Aufführungen sind am Sonnabend, 10. Juni, um 19.30 sowie am Sonntag, 11. Juni, um 16 Uhr. Nach dieser Vorstellung gibt es wie immer eine Kaffee- und Kuchenbüfett.

Die 16 Jugendlichen lernen fleißig Text. Unterstützung bei den Requisiten hat Regisseur Futtermenger auch von seinem Onkel erhalten, der Bühnenbauer an der Oper Hannover ist. Er hat mobile Bühnenwände organisiert. Nun sind die Plastikschwerter aus der Fechtszene kaputt. Futtermenger hofft, dass sein Onkel stabilere besorgen kann.

Im Mittelpunkt des Stückes steht ein mysteriöser Todesfall in einer Theatergruppe. Die Passimstädter Theatertruppe überzeugt einmal mehr ihr Publikum mit "Romeo und Julia". Die Rampenlicht-Harmonie auf der Bühne steht jedoch in krassem Gegensatz zum Schmieren-Kleinkrieg hinter den Kulissen. Bei der Abschlussfeier bricht der in die Jahre gekommene Publikumsliebling Julia tot zusammen. Ein Herzinfarkt oder doch ein Mord?

Ein vertrackter Fall für den zufällig anwesenden Theaterliebhaber und Julia-Verehrer Kommissar Kleinhans. Verwundert muss er erkennen, dass am Theater nichts so ist, wie es zunächst scheint.

Die Kriminalkomödie nimmt das Theaterleben mit all seinen Allüren, Intrigen und Merkwürdigkeiten satirisch auf die Schippe. Der Zuschauer ist von vornherein ein Eingeweihter. Er befindet sich mit Insider-Blick hinter den Kulissen und blickt von dort auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Mit diesen neuen Ansichten tun sich Abgründe auf. "Atemlose Hochspannung ist garantiert", versprechen die Darsteller.

Der Theaterclub Garbsen besteht aus 16 Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren. Er ist 2010 während einer Theaterfreizeit der Städte Garbsen und Neustadt entstanden. Die Jugendlichen aus Garbsen wollten unbedingt weitermachen und gründeten einen Club. Die Abteilung Jugend und Integration der Stadt machte das zunächst einjährige Projekt möglich.

Zusammen mit Clubleiter Matthias Lau studierten sie das erste Stück ein und führten es im April 2011 auf. Auf Grund des großen Erfolges lief das Projekt weiter. Im Juni heißt es dann wieder Vorhang auf und Bühne frei für das mittlerweile siebte Stück "Kommissar Kleinhans und der Tod im Theater".

Karten gibt es im Kulturbüro der Stadt, per E-Mail an theater.garbsen@gmx.de und an der Abendkasse. Sie kosten 5 Euro.

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Von Anke Lütjens und Benjamin Behrens

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