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Umzug der Uni-Institute wird konkret
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Garbsen Umzug der Uni-Institute wird konkret

Nach der Entscheidung für den Bau des Maschinenbau-Campus in Garbsen laufen jetzt in vielen Planungsrunden die Gespräche auf Hochtouren. Erste Vorentscheidungen sind schon gefallen.

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Wo gegenüber dem Produktionstechnischen Zentrum jetzt noch Acker ist, werden bis etwa 2018 neue Gebäude für Institute entstehen.

Quelle: Mirko Bartels

Garbsen. Die Leibniz-Universität wird selbst Bauherr sein, wenn in den nächsten Jahren die Gebäude für ihre weiteren Maschinenbau-Institute in Garbsen entstehen. Damit hat sich ihr Wunsch erfüllt, selbst die Fäden in der Hand zu halten. Beratend steht ihr das Staatliche Baumanagement zur Seite, beide haben eine Vereinbarung darüber getroffen.

Das Wissenschaftsministerium hat das Raumprogramm der Universität für die 90-Millionen-Euro-Investition genehmigt. Nach einer ersten Ausschreibung ist mittlerweile ein Projektsteuerer ausgewählt worden, der nun seinerseits eine Ausschreibung vorbereitet: In ihr soll sich ein Generalplaner finden, der alle baulichen Schritte von Vorplanung bis Ausführung und Nachbetreuung organisiert. Grundlage ist die Konzeption des Büros Ortner & Ortner, das 2008 als Sieger aus einem Workshop hervorgegangen war. Der Zeitplan sieht nach Angaben des Ministeriums weiterhin vor, nach einer zweijährigen Planungsphase die Bauten nach drei oder vier weiteren Jahren abzuschließen.

Zwei Arbeitsgruppen unter Führung der Region beschäftigen sich parallel mit der Verkehrsanbindung und wirtschaftlichen Potenzialen. Die Regionsverwaltung untersucht noch alle vorgeschlagenen Verkehrsvarianten darauf, wie wirtschaftlich sie sind. Ein abgestimmter Vorschlag wird wohl erst Mitte 2013 auf dem Tisch liegen. Die von der Stadt favorisierte Idee einer Stadtbahn-Stichstrecke mit einer Wendeschleife südlich des Produktionstechnischen Zentrums ist aber nach Informationen der Leine-Zeitung schon als unwirtschaftlich verworfen worden. In der anderen Runde zu möglichen Firmenansiedlungen rund um die Forschungseinrichtungen in Garbsen und Marienwerder werden die Beteiligten voraussichtlich Anfang nächsten Jahres eine Studie beim Fraunhofer-Instituts in Auftrag gegeben.

Auch bei der Stadtverwaltung gehen die Überlegungen weiter, welche Flächen für neue Firmen oder auch Wohnen im Umfeld des Campus nutzbar wären. Nachdem die Politik im Sommer noch gebremst hatte, will Bürgermeister Alexander Heuer mit ihr darüber noch einmal ins Gespräch kommen. Wenn die Flächenpotenziale feststehen, will Heuer im Frühjahr Universität, Studentenwerk und Wohnungsbauunternehmen an einen Tisch holen, um über Studentenheime und ähnliche Ideen nachzudenken.

Maschinenbau-Studenten halten durch

Die Maschinenbau-Studenten der Leibniz-Universität kommen mit ihren Studienbedingungen offenbar besonders gut zurecht: 71 Prozent beenden ihr Bachelor-Studium erfolgreich, das sind 24 Prozentpunkte mehr als der Bundesdurchschnitt. Die Fakultät, die in einigen Jahren komplett in Garbsen vereint sein soll, führt das unter anderem auf eine gute Betreuung durch die Professoren, zahlreiche Beratungsangebote und Intensivkurse in Mathematik vor dem Studienbeginn zurück. Die Studenten sehen auch ihr bundesweit einmaliges, selbst verwaltetes Otto-Klüsener-Haus mit Arbeitssälen als großes Plus.

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