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Wer hat die beiden Eichen sterben lassen?

Garbsen/Horst Wer hat die beiden Eichen sterben lassen?

Zwei Eichen in der Straße Im Meierort in Horst, im Abschnitt zwischen den Straßen Auf der Haube und Im Stühe, sind nicht krank, wie gemutmaßt wurde, sondern wurden vorsätzlich durch Bohrungen zum Absterben gebracht. Der Täter ist unbekannt. Ortsbürgermeister Günther Barthel ist empört.

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Deutlich zu sehen: zwei der acht Eichen in einem Abschnitt der Straße Im Meierort sind kahl, während die anderen im vollen Grün stehen.

Quelle: Bernd Riedel

Horst. Eigentlich eine ruhige Wohngegend: die Straße Im Meierort in Horst. Seit einigen Monaten gibt es im Abschnitt zwischen den Straßen Auf der Haube und Im Stühe Zwist um acht Eichen. Die Anwohner hätten gern, dass die Bäume gefällt werden, weil es immer schwerer falle, die Gehwege von Laub und Eicheln freizuhalten. Politik und Verwaltung hatten ablehnend auf diese Wünsche reagiert – jetzt scheint die Sache eskaliert zu sein: Ein Unbekannter hat zwei der Eichen nahe dem Erdboden angebohrt – die Bäume tragen kein Laub, während die anderen Eichen in vollem Grün stehen.

Auf die Initiative der Anwohner hin hat es im Januar und im April Zusammenkünfte mit Verwaltung, Ortsrat und Bürgermeister Christian Grahl Im Meierort gegeben. Tendenz: Die Bäume sollten stehen bleiben. Im Frühjahr trieben jedoch zwei der Bäume nicht mehr aus. Schon vorher hatte es Gerüchte geben, die Eichen seien krank.

Nach einer Anfrage des Ortsbürgermeisters Günther Barthel untersuchte die Stadtverwaltung die Sache und kam zu einer überraschenden Diagnose: Die Bäume sind nicht krank, sondern „wurden vorsätzlich durch Bohrungen im Bereich des Stammfußes zum Absterben gebracht“, heißt es in der Antwort der Verwaltung. „Das muss Konsequenzen haben“, sagt Barthel, „es ist inakzeptabel, wenn mit Steuergeld gepflanzte Bäume mit Steuergeld wieder entfernt werden müssen.“

Sicher ist: Die beiden absterbenden Bäume müssen entfernt werden. Was darüber hinaus geschieht, darüber stimmen sich Politik und Verwaltung noch ab. Die Eichen waren Thema im Verwaltungsausschuss am 22. Juni. Wie es weiter geht, ob der Baumfrevel rechtliche Folgen hat, ob als Ersatz wieder Eichen oder – wie von den Anwohnern gewünscht – kleinere Bäume gepflanzt werden, ist offen.

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Ein Bohrloch in der einen, zwei Bohrlöcher in der anderen Eiche: Baumsaft tritt aus, Insekten nisten sich ein, der Baum bildet kein Laub mehr und stirbt ab.

Quelle: Bernd Riedel
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