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Varroamilbe ist nicht zu besiegen

Meyenfeld/Osterwald Varroamilbe ist nicht zu besiegen

Die Varroamilbe bleibt eine ständige Bedrohung der Bienen in Deutschland. Auch die Mitglieder des Imkervereins Osterwald treffen permanent Vorsorge, damit der Schädling in den Stöcken nicht überhand nimmt. Aber besiegen können sie ihn nicht.

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Wilfried Orthmann hat in seinem Garten derzeit sieben Bienenvölker.

Quelle: Bernd Riedel

Garbsen. Wilfried Orthmann, der Vorsitzende des Imkervereins Osterwald, setzt hauptsächlich drei Mittel ein, um die Varroen kleinzuhalten: Die Milbe befällt vorrangig die Drohnenbrut - diese entwickelt sich drei Tage länger als die Arbeiterin, das kommt dem Parasiten in der eigenen Entwicklung entgegen. Daher wird die Drohnenbrut separiert und zum großen Teil vernichtet. „Es bleiben genügend für die Befruchtung der Königinnen“, sagt Orthmann. Außerdem werden die Völker regelmäßig mit 15-prozentiger Milchsäure sowie mit Ameisensäure behandelt. „Ameisensäure wirkt auch in die verdeckelte Brut.“ Mit diesen Maßnahmen ist der Befall aber nur eingedämmt. „Wir müssen immer auf der Hut sein.“ Unter den Stöcken sind daher Auffangschalen befestigt, die regelmäßig kontrolliert werden. Anhand der Zahl der toten Milben schätzt Orthmann das Ausmaß des Befalls ein.

Die Varroamilbe, ein Spinnentier, das 1977 erstmals in Deutschland auftrat, befällt die Brut der Bienen, sodass diese verkrüppelt schlüpft, sie saugt deren Körperflüssigkeit aus, und sie überträgt gefährliche Viren.

Der 77-Jährige, der seit 32 Jahren Hobbyimker ist, liebt Bienen: „Sie sind die Bestäubungsexperten Nummer eins“, sagt er. Ohne die rastlose Tätigkeit der Honigbiene wären die Erträge bei vielen Kulturpflanzen deutlich niedriger. Die Windbestäubung sei nicht so relevant.

Es kommt in Jahren, in denen der Varroabefall bedrohliche Ausmaße annimmt, immer wieder zu Diebstählen unter Imkern. Orthmann war nicht selbst betroffen, aber er hört immer wieder davon: „Wir wissen nicht, wer diese Leute sind“, sagt er. „Aber wer sonst als Imker könnte mit einem Bienenvolk etwas anfangen?“, fragt er.

Ganz in der Nähe seines Gartens in der Meyenfelder Feldmark hat sich ein Hornissenschwarm angesiedelt - die Tiere haben einen alten Meisenkasten bezogen und ausgebaut. Obwohl die Hornissen seine Bienen jagen und fressen, sagt Orthmann: „Ich habe meine Freude daran.“

Die Hornissen werden im Herbst sterben, nur die Königin überlebt. In Orthmanns Bienenstöcken reifen dagegen schon die Völker heran, die überwintern werden.

Gäste sind zu Treffen willkommen

Der Imkerverein Osterwald war vor der Gebietsreform ein Teil des Kreisimkervereins Neustadt. Zurzeit zählt er 19 Mitglieder: „Es sind gerade zwei dazugekommen“, sagt Vorsitzender Wilfried Orthmann. Sie kommen aus Interesse und manchmal ohne Vorkenntnisse, oder weil sie von Vätern die Völker übernehmen wollen – und Unterstützung brauchen. „Die Volkshochschule bietet Lehrgänge an wie auch der Kreisimkerverein. Da bekommt man das Rüstzeug“, sagt Orthmann. Der Verein gehört zur Imkergruppe Neustadt und damit zum Kreisimkerverein Hannover. Jeden dritten Dienstag im Monat ist ab 19.30 Uhr Vereinstreffen in den Berenbosteler Terrassen, Dorfstraße 53. Gäste sind willkommen. Wer Interesse hat, kann sich auch per E-Mail an Wilfried Orthmann unter der Adresse bienen@htp-tel.de wenden.

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Von Redakteur Bernd Riedel

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