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Balance hat noch viel Arbeit vor sich

Garbsen Balance hat noch viel Arbeit vor sich

Mit dem Kauf und der Restaurierung der beiden Fachwerkhäuser im Bürgerpark Berenbostel hat der Verein Balance eine anspruchsvolle Aufgabe übernommen: "Es gibt mehr Herausforderungen, als ich mir gewünscht hätte", sagte Geschäftsführer Eberhard Eisold bei einer Baustellenbesichtigung mit Ortsrat und Anwohnern. Wunschumzugstermin ist irgendwann im Herbst.

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Ortsrat, Verwaltung und Anwohner lassen sich von Eberhard Eisold über den Baufortschritt in den beiden Häusern im Bürgerpark informieren.

Quelle: Bernd Riedel

Berenbostel. Im hinteren der beiden Häuser, in dem bis 2014 noch Friseur Kaiser residierte, seien Teile der Elektrik und Versorgungsleitung noch nutzbar, sagt Eisold. Doch im vorderen Haus, das denkmalgeschützt ist und seit 2008 leersteht, sieht es schlimmer aus: Weil das Wasser im Haus stand, musste der Estrich komplett herausgestemmt und neu gegossen werden.

Der Anblick und die Umgebung der beiden Häuser haben sich schon deutlich gewandelt: Verschwunden sind Bäume, Büsche und Werbetafeln des Friseurs und der früheren Gastronomie, der Blick geht frei über das vordere der Gebäude. Neue Fenster sind eingebaut. Bis vor Kurzem waren die alten noch zugenagelt, weil Randalierer ihre Zerstörungswut daran ausgelassen hatten. Die Eisenbahnschwellen zur Befestigung des Bodens um das Haus herum sind ebenfalls verschwunden, und helle Betonstufen prägen jetzt das Bild.

In das vordere Haus soll die Tages- und Kontaktstelle aus der Dorfstraße einziehen, im Obergeschoss entstehen Büroräume. "Die Raumsituation ist nicht großzügig, aber es passt", sagt Eisold. In dem hinteren Haus soll die Ergotherapie-Praxis aus der Hermann-Löns-Straße untergebracht werden. Der dortige Standort wird jedoch nicht aufgegeben: Die Physiotherapie bleibt dort erhalten.

Bei den Anwohnern traf die Baustellenbesichtigung auf reges Interesse. Ihr Problem ist über Jahre der Leerstand der beiden Häuser gewesen. Das lockte Jugendliche und junge Männer an, die in Gruppen Alkohol tranken, Lärm verursachten und immer wieder Zerstörungen an den beiden Häusern anrichteten. Noch in der Anfangszeit, als Balance die Häuser gerade erst gekauft hatte, kam solcher Vandalismus vor. Über die Wintermonate hätten sie Ruhe gehabt, sagte Eisold. Jetzt gebe es wieder Vorkommnisse.

Ähnlich sind die Erfahrungen der Anwohner: Sie klagen über abendlichen Lärm bis Mitternacht. Eisold plant ein ausgeklügeltes Beleuchtungskonzept und den Einbau einer Alarmanlage. Die Polizei begrüße diese Pläne ausdrücklich.

Balance, ein Verein zur Förderung der sozialen Rehabilitation von seelisch behinderten und psychisch kranken Menschen, plant mit dem Umzug für Herbst. Rund eine Million Euro wird das Ganze kosten. Der Verein unterhält vier Tagesstätten, Therapieräume und Wohnprojekte und hat als Wirtschaftsunternehmen einen Jahresumsatz von mehr als zwei Millionen Euro. Anfang der neunziger Jahre eröffnete der Verein das Café Balance an der Dorfstraße, das erste dieser Art in Niedersachsen. Im August des vergangenen Jahres hatte Balance die beiden Häuser im Bürgerpark übernommen.

Gestaltung des Bürgerparks wird überarbeitet

Bei dem Ortstermin des Ortsrates Berenbostel am frühen Dienstagabend kam auch die Gestaltung mit Spielgeräten zur Sprache. Anwohner baten darum, eine Pufferzone zwischen Spielgeräten und ihren Häusern zu belassen. Das soll geschehen, sagte Baudezernent Frank Hauke. Außerdem werden die Spielgeräte auf dem Areal in der Mitte konzentriert. Bei der lebhaften Diskussion im Park schlugen die Anwohner sogar eine Umzäunung oder Teilumzäunung des Parks vor. Das läuft aber dem gesamten Konzept zuwider. Die Wiese an der Begegnungsstätte bleibt ebenfalls frei, um für Veranstaltungen wie die Maifeier verfügbar zu sein. Außerdem wurde vor Ort entschieden, den Trampelpfad, den Nutzer des Parks zwischen den gewundenen Teilwegen gezogen hatten, zu befestigen und auszupflastern.

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