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Schulen nützen viel im Senegal

Garbsen/Agnam Schulen nützen viel im Senegal

Der Verein Wasser für Agnam fördert seit 30 Jahren Projekte in der senegalesischen Gemeinde Agnam. Der Verein, vom Rat der Stadt 1986 gegründet, feierte das Jubiläum mit einem kleinen Festakt, zu dem der Afrikabeauftragte der Bundeskanzlerin, Günter Nooke, angereist war.

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30 Jahre Wasser für Agnam: Vereinsvorsitzender Hartmut Büttner (von links), Musikerin Ulli Meinholz, Bürgermeister Christian Grahl und Ehrengast Günter Nooke.

Quelle: Bernd Riedel

Garbsen-Mitte/Agnam. Es soll nicht mehr Entwicklungs-Hilfe heißen, sondern Entwicklungszusammenarbeit, sagt Günter Nooke, persönlicher Afrikabeauftragter der Bundeskanzlerin und des Entwicklungsministeriums. Es ist ein Wandel im Gange in der Entwicklungspolitik, so scheint es. Man wolle weg von der paternalistischen Art und auf Augenhöhe mit – etwa afrikanischen – Partnern zusammenarbeiten.

Nooke war Ehrengast des Festaktes, zu dem der Verein Wasser für Agnam zu seinem 30-jährigen Bestehen für Donnerstagabend ins Rathaus eingeladen hatte. Der Verein engagiert sich in der Gemeinde Agnam im Senegal. Anfangs waren es der Bau von Wasserleitungen und Wassertürmen. Dann wurden zwei Schulen (Mittel- und Oberstufe) mitfinanziert, mit Erfolg: Die Schülerzahlen steigen stetig. „Und der Anteil der Mädchen hat sich erhöht“, sagt Vorsitzender Hartmut Büttner. Jetzt konzentriert sich der Verein auf den Bau von Biogasanlagen.

Am Rande der Veranstaltung suchte Daniel Wegner, Student aus Garbsen und Vertreter der internationalen Entwicklungsorganisation ONE, das Gespräch mit Nooke. Er bat ihn um die Unterstützung für einen globalen Fonds, mit dem Krankheiten bekämpft werden sollen. ONE kritisiert die deutsche Entwicklungspolitik: „Das ist keine Armutsbekämpfung, sondern hilft meistens der deutschen Wirtschaft“, sagt Wegner. Ähnlich kritisch formulierten es Gäste im Anschluss an den Vortrag von Nooke. Die Schulprojekte des Agnam-Vereins sieht Wegner positiv: „Dieser Aspekt der Bildung müsste verstärkt werden.“ Auch den Fair-Trade-Ansatz, den Garbsen als Fair-Trade-Stadt schon aktiv unterstützt, hält ONE für einen besseren Ansatz als den traditionellen.

Die IGS Garbsen veranstaltet ab dem 29. August eine Projektwoche zum Thema „Wasser für Agnam“. Eines der Projekte will praktische Hilfe leisten: Die Schüler gehen am 1. September durch Garbsen und wollen Spenden für den Verein sammeln.

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Günter Nooke trägt sich ins Goldene Buch der Stadt ein.

Quelle: Bernd Riedel
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