Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Verein lindert das Leid von Hunden

Osterwald Verein lindert das Leid von Hunden

Das Leid von Straßenhunden in Rumänien mithilfe von Kastrationen zu bekämpfen ist das Ziel des Vereins Tierhilfe Hunde Freiheit der Osterwalder Andrea und Ingo Wischnewski.

Voriger Artikel
Jugendberufsagentur eröffnet
Nächster Artikel
Jungen Chinesen zu Gast bei der IGS

Andrea und Ingo Wischnewski organisieren Tierschutz in Rumänien und nehmen Hunde bei sich auf.

Quelle: Lütjens

Garbsen. Die Bilder lassen nicht nur bei Tierfreunden die Wut hochkochen und Übelkeit aufsteigen: Hunde werden an Rumäniens Straßen auf brutalste Weise eingefangen, teils schwer verletzt in Käfige gepfercht und schließlich in Massen getötet. „Ich gucke mir das schon gar nicht mehr an“, sagt Andrea Wischnewski. Sie tut lieber etwas gegen das immense Straßenhund-Problem. Seit sieben Jahren engagiert die Hundefreundin sich mit ihrem Mann Ingo im Tierschutz. Zusammen mit weiteren Ehrenamtlichen haben sie vor einem Jahr den Verein Tierhilfe Hunde Freiheit gegründet. Das Ziel: ein Kastrationsmobil anzuschaffen und auszustatten, damit Massenaussetzungen von Welpen verhindert werden. „Mit einer einzigen kastrierten Hündin können wir schon viel Leid ersparen“, sagt Wischnewski. Nach einem Spendenaufruf ist das Geld zusammen und das Mobil nimmt in den Dörfern der Region Pete?ti seine Arbeit auf. Bislang haben Tierärzte zwölf Einsätze mit 242 Kastrationen gefahren. Für die Menschen, die oft sehr arm sind und keine Autos haben, ist der Eingriff an den Hunden kostenlos.

Die Vierbeiner werden außerdem entwurmt, geimpft und gechippt. „Wir wollen in den Ländern direkt arbeiten“, sagt Andrea Wischnewski. In Rumänien seien in nur einem Jahr 50.000 Hunde eingefangen und 30?000 davon getötet worden. Die Osterwalderin fliegt regelmäßig nach Rumänien, um sich von der Situation vor Ort zu überzeugen. Sie fährt auch Spendentransporte mit Material und Futter wie im September nach Timi?oara. Dort soll das nächste Kastrationsmobil stationiert werden. Tierarzt Stefan Aurelian ist dem Beispiel von Tierhilfe Hunde Freiheit gefolgt und unternimmt mit seinem Verein SOS Dog in Bukarest große Kastrationskampagnen. Andrea Wischnewski nimmt außerdem Hunde auf, pflegt und vermittelt sie. Dabei arbeitet sie mit der Hundeschule Entspannter Hund von Silke Niemeyer in Berenbostel zusammen. Zurzeit bekommen sieben Hunde ihr Gnadenbrot in Osterwald, eine weitere Hündin ist vermittelt. „Das ist unsere Multikulti-Truppe“, sagt die Tierfreundin.

Mehr Informationen gibt es im Internet auf tierhilfe-hunde-freiheit.de.

Sommerfest

Buntes Programm mit Infos und Hunderallye

Zu seinem ersten Sommerfest lädt der Verein Tierhilfe Hunde Freiheit für morgen von 11 bis 18 Uhr auf das Gelände der Hundeschule Entspannter Hund in Berenbostel, Philipp-Reis-Straße?2, ein. Besucher haben die Möglichkeit, den Osterwalder Verein, seine Arbeit und das Team kennenzulernen. Ein buntes Programm ist vorgesehen. Es gibt eine Tombola, eine Hunderallye, Dog Frisbee und einen sogenannten Schutzengelstand. Besucher können auf dem Parkplatz der Sportanlage des TSV parken. Weitere Informationen gibt es im Internet auf tierhil?fe-hunde-freiheit.de und bei Andrea Wischnewski unter Telefon (0 51 31) 45 60 20 sowie nach einer E-Mail an andrea@tierhilfe-hunde-freiheit.de.

Wir brauchen immer Paten

Mit der Osterwalderin Andrea Wischnewski (55) sprach Leine-Zeitung-Mitarbeiterin Anke Lütjens über Tierschutz.

Was sind die Ziele des Vereins? 

Wir betreiben nachhaltigen Tierschutz. Durch die Kastrationen wollen wir erreichen, dass es irgendwann keine Straßenhunde mehr in Rumänien gibt. Außerdem wollen wir dazu aufrufen, dass andere Tierschutzorganisationen in Ländern wie Bulgarien, Russland oder Spanien unserem Beispiel folgen.

Ist die Arbeit gefährlich? 

Man muss vorsichtig vorgehen. Wir wollen aufklären, nicht anklagen. Das Gesetz, das Massentötungen von Straßenhunden erlaubt, ist verfassungswidrig. 

Haben Sie einen Traum? 

Das erste Kastrationsmobil war schon ein Traum, an das zweite habe ich nie geglaubt. Wenn wir das finanziert haben, will ich auch noch ein drittes haben. Aber das muss sich entwickeln. Paten brauchen wir immer.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sml2vzkfox15muz1err
Nikolausfest Berenbostel: Wie früher und trotzdem neu

Fotostrecke Garbsen: Nikolausfest Berenbostel: Wie früher und trotzdem neu

Lebensart-Garbsen

Viele interessante Informationen, Adressen und Unternehmen aus Hannovers Nachbarort finden Sie im innovativen Netzwerk "Lebensart Garbsen". mehr