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Stadtbahn auf dem Weg zur Mitte

Garbsen-Mitte/Hannover Stadtbahn auf dem Weg zur Mitte

Der Verkehrsausschuss hat am Donnerstag, 2. Juni, ein wichtiges Garbsener Thema auf der Tagesordnung: die geplante Stadtbahnverlängerung nach Garbsen-Mitte. Ein positiver Beschluss der Regionsfraktionen gilt als sicher.

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Noch liegt die Endhaltestelle der Stadtbahn im Stadtteil Auf der Horst, in absehbarer Zeit soll es eine Verlängerung nach Garbsen-Mitte geben

Quelle: Bernd Riedel

Garbsen-Mitte/Hannover. Es wird ein einschneidender Wandel für Garbsen sein und sicher ein Schritt hin zur Belebung der Mitte, an der Rat und Verwaltung schon lange arbeiten. Das Stück der Berenbosteler Straße zwischen Shopping Plaza im Osten und Rathaus im Westen wird dichtgemacht. Aus der belebten Kreuzung wird eine T-Kreuzung. Der Autoverkehr läuft im Kreis um die Mitte über die Europaallee. Fahrgäste der Stadtbahn werden aussteigen und die Shopping Plaza, Cafés, das Rathaus, real, das Cinestar, Wohngebiete und vieles andere in Sichtweite haben. Vielleicht steht dann sogar die neue Hauptverwaltung des Unternehmens Continental irgendwo zwischen Autobahn und Meyenfelder Straße.

Die Verlängerung der Stadtbahn soll in direkter Linie auf einer Strecke von 1,1 Kilometern vom jetzigen Endhaltepunkt Auf der Horst über eine Zwischenhaltestelle am Uranushof bis nach Garbsen-Mitte geführt werden. Die Linie bekommt eine eigene Brücke über die Autobahn.

Der Rat der Stadt Garbsen hatte bereits im Dezember einen Grundsatzbeschluss einstimmig gefällt. Daher dürfte das Thema auch in der Region nicht strittig sein. "Schließlich baut die Region keine Stadtbahnen ohne den Willen der politischen Gremien vor Ort", sagt Regionsabgeordneter Eberhard Wicke (CDU).

Den Plänen liegen mehrere Machbarkeitsstudien und Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen zugrunde: Schon wenige Jahre nach dem Bau der jetzigen Endhaltestelle 1996 "wurde deutlich, dass mit der Realisierung des neuen Garbsener Zentrums in Garbsen-Mitte mittelfristig eine weitere Verlängerung bis zum Garbsener Rathaus sinnvoll werden würde", heißt es in der Beschlussdrucksache der Regionsverwaltung.

Es gab vier Varianten, von denen es nur die Variante 3 geschafft hat: Sie erreichte bei der Wirtschaftlichkeitsprüfung, die nach einem standardisierten Verfahren des Bundes vorgenommen wird, den besten Nutzen-Kosten-Indikator. Die Gesamtkosten werden derzeit mit etwa 19,6 Millionen Euro angegeben. Nach dem Verkehrsausschuss wird der Regionsausschuss am 14. Juni eine Entscheidung fällen.

Es liegt noch eine lange Wegstrecke vor den Beteiligten: Nun beginnen Vorplanungen, für die im Regionshaushalt 300.000 Euro vorgesehen sind. Weitere Gutachten zum Beispiel zu Lärm und Erschütterungen sind einzuholen. Sobald die Planungen im Entwurf vorliegen, werden die Regionsgremien über die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens entscheiden. Die Planfeststellung muss dann von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr genehmigt werden. Zugleich wird die Finanzierung  bei der Landesnahverkehrsgesellschaft beantragt. Voraussetzung dafür: eine Aktualisierung der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung. Erst in der Planfeststellung werden auch die Öffentlichkeit und die Bürger beteiligt. Baubeginn wird wohl nicht vor 2023 sein.

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Von Redakteur Bernd Riedel

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