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Statt neuem Klassenraum eine neue Schule?

Garbsen/Havelse Statt neuem Klassenraum eine neue Schule?

Im August bestand noch Hoffnung, der Raumnot in der Grundschule Havelse mit dem angeschlossenen Hort St. Anna dadurch Herr zu werden, dass man einen Raum umbaut und gemeinsam nutzt. Kosten: 40.000 Euro. Jetzt empfiehlt die Verwaltung, die Grundschule grundlegend umzubauen. Kosten: rund 2,2 Millionen Euro plus Kosten für Container für den Übergang und Möblierung: rund 195.000 Euro.

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Die Havelser Grundschule - hier Kinder bei einem Musikprojekt - soll erheblich umgebaut werden.

Quelle: Markus Holz

Havelse. Bei der weniger teuren Lösung hätten der Hort und die Schule zwei Räume zusammen genutzt, die Schule vormittags, der Hort nachmittags. Das Kultusministerium will dem nicht mehr zustimmen – aus pädagogischen Gründen. Jetzt muss der Rat entscheiden, ob er so viel Geld in die Hand nehmen will.

Der alte Rat hatte im August 40.000 Euro genehmigt, in der Hoffnung, dass sich das Ministerium noch erweichen lassen werde. Diese Hoffnung scheint zerschlagen. Sollte diese harte Haltung Schule machen, dann wären nicht nur Garbsen, sondern andere Kommunen bei der Einrichtung von Ganztagsschulen und im Zuge der Inklusion gezwungen, für den Umbau von Schulen sehr viel Geld mehr auszugeben als es tragbar erscheint.

Die Grundschule Havelse ist sehr beliebt, auch weil das angeschlossene Hortangebot der Kita St. Anna attraktiv ist. Eine dritte Gruppe ist erst eingerichtet worden. Ihr Bestand wäre ohne Umbauten und Erweiterungen gefährdet. Und die Wartelisten sind so lang, dass die Einrichtung einer vierten Gruppe notwendig wäre. Aufgrund der Dreizügigkeit der Schule läge deren Bedarf bei zehn Unterrichtsräumen.

Der Vorschlag lautet nun, neben dem Haupteingang einen Mensatrakt zu bauen. Im Obergeschoss könnte dann eine neue Aula mit Bühne eingerichtet werden, und es gäbe Platz für ein „angemessen großes“ Lehrerzimmer sowie neue Klassen- und Räume für den inklusiven Bedarf. Im westlichen Treppenhaus ist ein Personenaufzug geplant. Das Ergebnis wären drei Horträume und zehn Klassenräume.

Damit wären auch die Grundlagen für einen Ganztagsbetrieb geschaffen. Das wäre im Sinne der Kommunalpolitik. Allerdings hat die Havelser Schulleitung klargestellt, dass die derzeitigen personellen Ressourcen nicht ausreichen würden.

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Von Redakteur Bernd Riedel

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