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Streit um Baugebiet Im Fuchsfeld ist voll entbrannt

Garbsen/Berenbostel Streit um Baugebiet Im Fuchsfeld ist voll entbrannt

Der Streit um das Wohnbaugebiet Im Fuchsfeld ist voll entbrannt. Kontrahenten sind die Stadtverwaltung und der Investor, die Meyenfelder Unternehmerfamilie Hahne. Nun soll der Rat entscheiden: In der Vorlage der Verwaltung bleibt der Beschlussvorschlag offen. Die Politiker müssen zwischen der Variante der Verwaltung und dem unveränderten Konzept des Investors wählen.

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Um das Wohnbaugebiet Im Fuchsfeld östlich der Wreschener Allee streiten Investor und Stadtverwaltung.

Quelle: Bernd Riedel

Berenbostel. Offenbar ist eine Einigung auf dem üblichen Weg von Gesprächen nicht mehr möglich. Die Verwaltung hat eine Reihe von Einwänden gegen das Konzept, die in der Vorlage detailliert dargelegt werden. Hahne reagierte darauf mit der Bestellung eines Gutachters, dessen Einschätzungen er den Ratsfraktionen zur Verfügung gestellt hat.

Hauptvorwurf der Verwaltung: Die Zahl der Wohneinheiten sei zu hoch, die geplante Bebauung zu sehr verdichtet. Die Verdichtung sei einem Wohngebiet angemessen und entspreche den Kennzahlen der Baunutzungsverordnung, erwidert Gutachter Enno Schneider aus Berlin im Namen des Investors. Eine zu geringe Verdichtung erhöhe darüber hinaus die Kosten und schlage automatisch auf die Mietpreise durch. Die Schaffung bezahlbaren Wohnraums - eine zentrale Forderung der Ratsfraktionen, insbesondere der SPD - könnte damit gefährdet sein, legt Schneider nahe.

Im ersten Bauabschnitt sind nach Ausführungen der Verwaltung 409 Wohneinheiten geplant, teils mit sechsgeschossigen Gebäuden. Daraus ergebe sich eine Dichte von circa 90 Wohneinheiten pro Hektar. Nicht einmal im Sanierungsgebiet Kronsberg (50 Wohneinheiten pro Hektar) und im Stadtteil Auf der Horst (48 Wohneinheiten) würden solche Zahlen erreicht. Die Verwaltung beschwört damit die Gefahr einer Ghettobildung herauf, vor der in der Diskussion um das Fuchsfeld bereits einzelne Stimmen gewarnt hatten. Gebäude mit sechs Geschossen könnten nicht mitgetragen werden, sagt die Verwaltung. Die Zahl der Stellplätze sei nicht ausreichend. Die Hauptverkehrsader für das neue Wohngebiet sei parallel zur Wreschener Allee geplant. Das sieht die Verwaltung "sehr kritisch", weil dadurch ein "sehr breiter Korridor für den fließenden und ruhenden Kfz-Verkehr geschaffen" würde. Sie schlägt vor, die Hauptachse nach Osten zu verlegen.

In der Verwaltungsvorlage sei nicht die aktuelle Planung des Investors berücksichtigt, sagt Gutachter Schneider. Das gesamte Bauareal sei nun weiter nach Osten verschoben worden und habe nun einen Mindestabstand von circa 40 Metern von der Wreschener Allee. Aus wirtschaftlichen Gründen sei eine "angemessene Geschosszahl" Voraussetzung. Es sei von der Verwaltung nicht nachgewiesen worden, "warum die Verdichtung zu hoch sein soll". Die Anzahl der Stellplätze entspreche den Richtzahlen der Niedersächsischen Bauordnung.

Der Ortsrat Berenbostel wird sich als erstes Gremium am Dienstag, 9. August, mit dem Thema beschäftigen. Danach folgen der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung, der Verwaltungsausschuss und der Rat am 5. September, dem letzten Termin vor den Kommunalwahlen am 11. September.

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