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Vier Schulleiterposten weiter vakant

Garbsen Vier Schulleiterposten weiter vakant

Schulleiter Klaus Dieter Rokohl von der Osterbergschule ist zum 1. Februar in den Ruhestand gegangen. Damit sind in vier Garbsener Grundschulen die Leitungposten vakant. Eine anhaltend schwierige Situation, vor allem für die Lehrkräfte, die die Ausfälle kompensieren müssen, so gut es geht. Abhilfe ist nur in zwei Fällen zu erwarten.

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Georg Bittner von der Landesschulbehörde verabschiedet Klaus Dieter Rokohl (rechts).

Quelle: Bernd Riedel

Garbsen. Es betrifft vier Grundschulen: Stelingen, Havelse, die Osterbergschule in Altgarbsen und die Saturnringschule im Stadtteil Auf der Horst. Voraussichtlich ab Sommer wird auch die Grundschule Frielingen ohne Leitung sein.

„Für Stelingen und Havelse sind die Stellen erneut ausgeschrieben worden“, sagt Christopher Winkler, Sprecher der Landeschulbehörde. Bisher habe es für diese beiden Stellen keine Bewerber gegeben. Die Leitung der Saturnringschule sei seit Mai 2015 ausgeschrieben. Es liege eine Bewerbung vor. Das Verfahren sei im Gang. „Wir sind zuversichtlich, dass diese Stelle bald besetzt werden kann.“ Die Leitung der Osterbergschule sei seit Anfang Januar ausgeschrieben. Es gebe mehrere Bewerber. „Über den Ausgang des Verfahrens kann ich noch nichts mitteilen“, sagte Winkler.

In der Osterbergschule ist die Situation nach Einschätzung der kommissarischen Leiterin Silvia Moritz nicht schlecht: Wir sind mit Lehrerstunden gut versorgt“, sagt sie. Moritz führt seit etwa zwei Jahren aufgrund eines Krankheitsfalls als Konrektorin die Geschäfte an der Saturnringschule, offiziell ist sie seit dem 1. August kommissarische Leiterin. Sie hat sich auf die Stelle beworben, das Verfahren bereits überstanden und wartet auf ihre offizielle Ernennung.

Rokohl ist vom Kollegium der Osterbergschule feierlich verabschiedet worden. Er hatte seit dem 1. August 2009 die Leitung der Schule inne. Nun geht er in den vorzeitigen Ruhestand. Zuvor hatte Rokohl überlegt, ob er für eine Übergangszeit zur Verfügung stehen soll, hat sich aber aus gesundheitlichen Gründen dagegen entschieden. „Als Schulleiter wird einem viel abverlangt“, sagt er.

Mit der Einführung der eigenverantwortlichen Schule in Niedersachsen 2007 sei viel auf das Kollegium und die Schulleitung zugekommen: „Wir müssen auch die Qualitätsentwicklung eigenverantwortlich organisieren und kontrollieren, Konzepte entwerfen, Prozesse in Gang bringen. Und das mit zu wenig Ressourcen“, erklärt Rokohl. „Man kommt dabei leicht in Konfrontation mit dem Kollegium, ohne es zu wollen.“ Das sei ein Balanceakt, der viel Kraft fordere. In dieser Problematik sieht er einen der Gründe, warum Pädagogen zögern, sich auf den Posten eines Grundschulleiters zu bewerben.

Von Bernd Riedel

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