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Volltrunkener lässt Ehefrau auf Autobahn bei Garbsen stehen

Nach Streit Volltrunkener lässt Ehefrau auf Autobahn bei Garbsen stehen

Die Ehefrau zeigte sich nachgiebig – und ließ die Polizei den Rest regeln. Ein 58 Jahre alter schwer alkoholisierter Garbsener und seine 55-jährige Frau sind in der Nacht zu Montag während einer Autofahrt in Streit geraten.

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Quelle: Tim Schaarschmidt (Symbolbild)

Garbsen. Die Frau steuerte den VW Golf über die A 352 in Richtung Garbsen, ihr Ehemann saß aus gutem Grund auf dem Beifahrersitz: Während einer Feier hatte er im Laufe des Abends einer Auswahl an alkoholischen Getränken reichlich zugesprochen.

Aus unbekanntem Grund gerieten Mann und Frau aneinander. Der volltrunkene Ehemann ereiferte sich dabei derart heftig, dass er seine Ehefrau schließlich aufforderte, den Wagen umgehend anzuhalten und zu verschwinden. Offenbar hatte auch die Fahrerin von der Auseinandersetzung mit ihrem Mann genug. Die Frau stoppte den Golf auf dem Seitenstreifen, stieg aus dem Wagen und sah mit an, wie ihr Ehemann um das Auto wankte, sich hinter das Lenkrad setzte und davonbrauste.

Die Frau griff zum Mobiltelefon und wählte den Notruf. Ohne Umschweife berichtete sie dem Beamten in der Leitstelle von ihrem stark angeschlagenen Ehemann, der mit dem Golf auf der Autobahn unterwegs war. Die Besatzungen zweier Polizeistreifenwagen machten den 58-Jährigen nach wenigen Minuten auf der Bundesstraße 6 in Höhe des Garbsener Ortsteils Frielingen aus und konnten den Golf stoppen. „Seine Fahrweise war unsicher, er konnte nur schwer einen Schritt vor den anderen setzen“, sagte ein Sprecher der Polizei. Dem Ergebnis eines Atemalkoholtests zufolge hatte der Mann stolze zwei Promille im Blut. Er verbrachte einige Stunden zum Ausnüchtern in der Gewahrsamszelle, dann wurde er entlassen. „Der ganze Vorfall war ihm hochnotpeinlich“, sagte der Polizeisprecher. Der Mann habe sich selbst überhaupt nicht erklären können, wie er seine Ehefrau in eine derart missliche und nicht zuletzt gefährliche Lage habe bringen können.

Seine Ehefrau informierte die gemeinsame Tochter, die ihre Mutter auf der Autobahn einsammelte. Der Familienvater wird sich nun wohl für einige Monate auf die Fahrdienste der beiden Frauen verlassen müssen. Sein Führerschein wurde sichergestellt, die Polizei ermittelt wegen Trunkenheit im Straßenverkehr und Nötigung. Ermittlungen gegen seine Ehefrau gibt es nicht.

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Von Redakteur Vivien-Marie Drews

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