Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Immer ein heißes Eisen im Feuer

Garbsen Immer ein heißes Eisen im Feuer

Die Sammlung des Heimatmuseum Garbsen enthält rund 80 Bügeleisen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hielten die schweren Eisengeräte Einzug, betrieben mit Kohle, Gas oder Strom. Ein Vortrag von Museumsleiter Hans-Dieter Stölting blickt zurück auf die Suche nach der perfekten Faltenfreiheit.

Voriger Artikel
Friedemann Wuttke spielt in der Dorfkirche
Nächster Artikel
Radweg an der Burgstraße wird geflickt

Hans-Dieter Stölting ist Experte für die Geschichte des Wäscheglättens.

Quelle: Benjamin Behrens

Altgarbsen. Bügeln steht ganz oben auf der Liste der unbeliebtesten Arbeiten im Haushalt, das haben inzwischen einige Umfragen bestätigt. Und wahrscheinlich würde gerade Bügelanfänger die Erkenntnisse der Meinungsforscher bestätigen. Kaum ist eine Seite glatt, stellt sich heraus, das man gerade unbemerkt auf der Rückseite eine neue Falte hineingebügel hat und alles geht von vorn los. 

Dabei ist dank moderner elektrischer Geräte die lästige Arbeit ein Kinderspiel - jedenfalls im Vergleich zu früher. Ein Vortrag von Prof. Hans-Dieter Stölting im Heimatmuseum Garbsen gibt einen Einblick in die Zeit, als krauser Wäsche noch mit Hilfe von glühenden Kohlen, Muskelkraft, Brennspiritus oder Gas zu Leibe gerückt wurde.

Am Freitag, 18. November, beginnt die Veranstaltung unter dem Titel "Durchmangeln und Überbügeln - zur Kulturgeschichte des Wäscheglättens" um 17 Uhr im Museum, Hannoversche Straße 134.

Der Vortrag von Hans-Dieter Stölting ist nicht nur reichlich bebildert, in der Sammlung des Heimatmuseums sind rund 80 Bügeleisen aus allen Epochen vertreten. Daneben ist mit verschiedenen Waschmaschinen, alten Reklamen, Waschmitteln und Wäschekörben eine große Auswahl an Anschauungsstücken vorhanden.

Bereits zur Zeit der Han-Dynastie glättete man ab 206 vor Christus im alten China mit sogenannten Pfanneneisen seidene Gewänder. Lange Zeit danach kamen Hausfrauen nicht um das Hantieren mit glühenden Kohlen kaum herum. Erste Bügeleisen kommen in Europa im 15 Jahrhundert auf. Wirklich weit verbreitet haben sich die schweren Haushaltshelfer erst im 19. Jahrhundert. Die flachen Metallkeile werden auf der Herdplatte erhitzt, andere können mit Kohlen gefüllt werden. Manche der im Heimatmuseum ausgestellten Bügeleisen mussten mit Brennstoffen wie Spiritus oder Industriekohle auf Temperatur gebracht werden. Andere gehören an die häusliche Gasleitung. Spätestens wenn Besucher die einfach nur als abenteuerlich zu bezeichnende Verkabelung der ersten elektrischen Geräte sehen dürfte klar werden: Bügeln ist gar nicht so schlimm.

doc6scxymbxmx0bqdwiehn

Fotostrecke Garbsen: Immer ein heißes Eisen im Feuer

Zur Bildergalerie

Von Benjamin Behrens

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6smre78naw4gywprer2
Willehadi-Kirche ist fast fertig

Fotostrecke Garbsen: Willehadi-Kirche ist fast fertig

Lebensart-Garbsen

Viele interessante Informationen, Adressen und Unternehmen aus Hannovers Nachbarort finden Sie im innovativen Netzwerk "Lebensart Garbsen". mehr