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Landesforsten wollen schonender ernten

Garbsen Landesforsten wollen schonender ernten

Die Forstverwaltung lässt Mitte dieser Woche den Harvester zur Holzernte in der Garbsener Schweiz anrücken. Es soll schonender zugehen als während der großen Ernte 2006. Danach wird neu gepflanzt.

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Revierleiter Thomas Deppe erklärt 25 Zuhörern die Holzernte in der Garbsener Schweiz. Weiße Markierungen an den Bäumen sind Wegweiser für die Maschinenführer. Rot bedeutet, der Baum wird geschlagen.

Quelle: Markus Holz

Altgarbsen. Zuletzt hatten die Landesforsten im Herbst 2006 rund 2000 Kubikmeter Holz ernten lassen. In den zehn Jahren davor und danach hatte der Wald Ruhe. 2006 hatten die Arbeiten einen Sturm der Entrüstung provoziert, weil der Eingriff massiv war und der Wald hinterher wie zerfleddert wirkte. Das soll bei dieser Ernte anders sein.

Revierleiter Thomas Deppe hat am Sonnabend vor 25 Zuhörer erklärt: Im nördlichen Waldgebiet entlang der A2 werden 500 bis 700 Kubikmeter geschlagen, das sind etwa 30 Sattelzüge mit 40 Tonnen Holz. In etwa zwei Jahren wiederholt sich das im südlichen Gebiet.

Der Harvester ist ab Mitte dieser Woche rund zehn Tage im Einsatz, ein Teil der Wege wird gesperrt. Danach bringt der Rückezug das Holz zur Sammelstelle am Hauptweg. Nach dem Verkauf folgt der Abtransport, das organisieren die Käufer selbst. "Wann das passiert, wissen wir nicht", sagt Deppe.

"Wir wissen, dass dies ein sehr beliebter Wald ist und viel genutzt wird", sagt Deppe, "aber es ist auch unser Wirtschaftswald. Und wir möchten und müssen jetzt ernten." Er habe noch Ernten erlebt, bei denen die Waldarbeiter ganze Flächen kahl geschlagen haben. "Das ist heute nicht mehr die forstlich-ökologische Praxis", sagte Deppe, "wir entnehmen einzelne Bäume, und das dieses Mal auch nur auf einer Teilfläche."

Wer jetzt noch durch den Wald geht, entdeckt farbige Markierungen: Weiße Striche an den Bäumen markieren die Wege, die die Erntemaschine fahren darf. Diese Bäume bleiben stehen. Rote Markierungen bedeuten, dass der Baum gefällt wird. Darunter sind mehr als 100 Jahre alte Kiefern, aber auch reife Ahorne, Douglasien und Eichen. Gefällt werden aber auch junge Bäume, die anderen Platz und Licht wegnehmen. "Der Landwirt will dicke Kartoffeln ernten, wir wollen gerade gewachsene Bäume heranziehen", sagt Deppe.

Im Frühjahr lässt Deppe neue Bäume setzen, vorwiegend Buchen und Douglasien. Das Ziel sei ein gesunder Mischwald - kein geschützter Urwald, in dem jeder Baum in Ehren alt werden und in dem Natur Natur sein darf. "Nach der Ernte wird es nicht 'schön' aussehen", sagt Deppe, "aber warten Sie bitte ein, zwei Jahre. Dann sind die Erntespuren kaum noch erkennbar."

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Revierleiter Thomas Deppe erklärt 25 Zuhörern die Holzernte in der Garbsener Schweiz. Weiße Markierungen an den Bäumen sind Wegweiser für die Maschinenführer. Rot bedeutet, der Baum wird geschlagen.

Quelle: Markus Holz
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Von Redakteur Markus Holz

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