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Was bringt die Erdverkabelung?

Garbsen Was bringt die Erdverkabelung?

Der Protest der Bürger war erfolgreich. Der Bund ist von dem Vorhaben abgerückt, eine Freilandleitung zum Stromtransport von der Nordsee nach Bayern zu errichten. Der Südlink soll nun mithilfe von Erdkabeln verwirklicht werden. Nur die Landwirte sind unzufrieden: Sie fürchten geringere Erträge.

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In solchen oder ähnlichen Rohre werden die Hochspannungskabel in der Erde vergraben.

Quelle: Roland Weihrauch

Garbsen. Quer durch Deutschland sind derzeit auch die Mitarbeiter des Bürgerdialogs Stromtrasse unterwegs. Ihr Auftrag: Den Bürgern nahezubringen, zu welchem Zeitpunkt und in welcher Form die Möglichkeit besteht, auf den Prozess der Trassenfindung Einfluss zu nehmen. Wo und wie kann der Einzelne mitreden, wo die Erdkabel vergraben werden?
Gleichsam bietet das Konsortium eine erste Aufklärung an, wie die Erdkabeltrasse technisch beschaffen sein könnte. Auf beiden Themengebieten wird allerdings bei näherem Hinsehen schnell klar, dass noch gar nichts klar ist - lediglich, dass der Strom irgendwie und möglichst unter der Erde von Wilster in Schleswig-Holstein nach Grafenrheinfeld in Bayern transportiert werden muss. Im Herbst soll Netzbetreiber Tennet einen ersten Grobkorridor, quasi als Diskussionsgrundlage, vorlegen. Der kann aber noch über 30 Kilometer breit sein und damit viele Variationsmöglichkeiten offen lassen.
Wo das Südlink-Kabel allerdings wie geplant in 1,70 Meter Tiefe unter der Erdoberfläche seine Bestimmung findet, soll laut Bürgerdialog kurze Zeit später nichts mehr auf den genauen Verlauf der Trasse hindeuten. Inklusive der Ablagefläche für den Erdaushub und eines Fahrwegs während der Arbeiten beträgt die Breite der Baustelle rund 30 Meter. Nachdem die Leitung wieder mit dem originalen Erdaushub bedeckt worden ist, kann aber auf der gesamten Fläche uneingeschränkt Landwirtschaft betrieben werden, wie Martin Hellweg von der Deutschen Umwelthilfe erklärt. Die Breite des eigentlichen Kabelkanals beträgt mit der Gleichstromtechnik zwischen 8 und 15 Metern – je nachdem, ob die in der 320-Kilovolt-Technik nötigen vier Stränge in einem oder zwei parallelen Gräben verlaufen sollen – plus eines Schutzstreifens auf beiden Seiten von je 2,5 Metern. Auf dieser Fläche dürfen keine tiefwurzelnden Bäume gepflanzt werden. Die in der Erprobung befindliche 525 Kilovolt-Leitung würde nur noch 8 Meter plus Schutzstreifen benötigen.
Landwirte fürchten eine Schmälerung des Ertrags auf den betreffenden Flächen. Trotz einer leichten Einschränkung beim Versickern des Regenwasser über der unmittelbaren Leitungstrasse und einer Erwärmung des Bodens um 1 bis zwei Grad sind allerdings keine Folgen zu erwarten, meint Hellwig. Eine Einschränkung der Ernte sei aufgrund dessen nicht messbar, so der Experte.

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