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Wurde Meyenfeld heimlich geschrumpft?

Garbsen/Meyenfeld/Osterwald Wurde Meyenfeld heimlich geschrumpft?

Wie viele Meyenfelder wohnen nördlich der B6? Präziser gefragt: Wie viele haben dort gewohnt? Denn wer das neue Ortsschild Osterwalds an der Molkereistraße ernst nimmt, muss folgern, dass nördlich der B6 bereits Osterwald beginnt - und die Geschichte Meyenfelds muss vielleicht neu geschrieben werden, und die von Osterwald gleich mit.

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Steht dieses Ortsschild Osterwald zu weit vorn an der B6? Nein, sagt die Verwaltung.

Quelle: Bernd Riedel

Meyenfeld/Osterwald. Leserin Petra John wohnt in der Schützenstraße und dachte bisher, dass sie sich gut auskennt in der Gegend. Sie hat immer angenommen, dass Osterwald ungefähr zwei Kilometer von der B6 erst beginnt - wie es die Rückseite des Meyenfelder Ortsschildes auch ausweist: "Zwei Kilometer bis Osterwald" steht dort seit Jahr und Tag. Seit Kurzem sieht John auf das neue Osterwalder Ortsschild in Höhe der Ampel an der B6 und wundert sich: Schrumpft Meyenfeld? Wurde es heimlich geschrumpft?

Und in Hinblick auf die Kommunalwahlen am 11. September: Wie sollen sich die Meyenfelder jenseits der B6 verhalten? Sollen sie weiter für den Ortsrat Horst votieren? Oder sich doch vorsorglich umorientieren und ihre Stimmen für die Besetzung des Ortsrates Osterwalds geben?Petra John kann das nicht glauben.

Ein ganzes Stück der Molkereistraße ist betroffen, hauptsächlich das neue Gewerbegebiet und die vereinzelten Häuser im südöstlichen Abschnitt der Molkereistraße, aber auch der Landrat-Hahne-Weg, die Röntgenstraße und abzweigende Straßen und Wege. Sie alle liegen innerhalb der Gemarkungsgrenze Meyenfelds.

Des Rätsels Lösung: Es ist kein Versehen, sondern eine verkehrsberuhigende Maßnahme. "Die Verkehrsverhältnisse im südlichen Abschnitt der Molkereistraße haben sich durch die Ansiedlung eines neuen Gewerbegebietes verändert", sagt Michael Hoheisel, Leiter der städtischen Straßenverkehrsbehörde. Um diese Situation zu berücksichtigen, hat die Stadtverwaltung das Ortsschild etwa 200 Meter in Richtung B6 versetzen lassen. „Der Bereich erhält durch die neue Bebauung einen gewissen Innerorts-Charakter, der insbesondere auch im Gewerbegebiet berücksichtigt werden muss“, sagt Hoheisel. „Würde der Bereich nicht als innerörtlich ausgewiesen sein, würde insbesondere im Gewerbegebiet beispielsweise das gesetzliche Tempo 100 gelten, und es dürfte außerhalb geschlossener Ortschaften nicht an Vorfahrtstraßen geparkt werden.“ Die neue Regelung, sagt Hoheisel, wird zudem positive Synergieeffekte für den Verkehr haben: beispielsweise eine Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 50 in Höhe der dortigen kleinen Siedlung.

Bedeutet das nun, dass die betroffenen Straßen nicht mehr zu Meyenfeld gehören? Nein, sagt Hoheisel. An den Gemarkungsgrenzen der Ortsteile ändere sich nichts, das Ortseingangsschild habe ausschließlich verkehrsrechtliche Beweggründe. "Gemarkungen und Ortsteile werden dadurch ausdrücklich nicht erweitert oder eingeschränkt." Geringfügige Überschneidungen von Ortstafeln und Gemarkungsgrenzen seien nicht unüblich. Sie hätten jedoch keinerlei kartografische Auswirkungen, sagt Hoheisel.

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So sieht es von der Meyenfelder Seite aus: "2 km" bis Osterwald, aber das Ortsschild gegenüber ist bis an die B6 herangerückt worden.

Quelle: Bernd Riedel
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