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Ortsbürgermeister Baesmann im Amt bestätigt

Garbsen Ortsbürgermeister Baesmann im Amt bestätigt

Werner Baesmann (CDU) bleibt Ortsbürgermeister für Berenbostel und Stelingen. Der Ortsrat hat ihn am Dienstagabend bei einer Enthaltung wiedergewählt. Seit 30 Jahren übt er dieses Amt aus – zum ersten Mal in dieser Zeit ist Baesmann umstritten gewesen.

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Werner Baesmann (CDU, links) und sein neuer Stellvertreter Dieter Roggenkamp.

Quelle: Benjamin Behrens

Berenbostel/Stelingen. Der Ortsrat setzt sich zusammen aus SPD (5 Sitze), CDU (4) Grünen (1) und Unabhängige (1). Dass Dieter Roggenkamp (SPD) Stellvertreter werden würde, war vorher mit der CDU abgesprochen. Aber der Abend verlief anders, als erwartet: Tibor Sostmann von den Grünen kandidierte gegen Roggenkamp, vorgeschlagen vom Unabhängigen Steven Bohlmann. Sostmann erhielt fünf, Roggenkamp sechs Stimmen; aus den CDU-Reihen hatte jemand für Roggenkamp votiert.

Werner Baesmann steht für den Neuaufbau des Badeparks Berenbostel, er hat aber sein Ratsmandat zurückgegeben. Und gerade im Rat hätte seine Stimme gezählt. Darum musste er sich in der Einwohnerfragestunde erneut scharfe Kritik aus dem Publikum anhören. "Sie haben uns regelrecht animiert, einen Verein zu gründen und für das Bad zu kämpfen", sagte Erika Urbuteit. Was danach passiert sei, könne sie nicht nachvollziehen. "Doppelzüngig – ich bin sehr enttäuscht über diese Haltung", sagte sie. Und sie war nicht allein.

Baesmann hielt dagegen: Das Ortsbürgermeisteramt fordere ihn sechs Tage in der Woche. Zwischen den Terminen dreimal pro Woche zur Dialyse, drei Herzklappen-Operationen in den vergangenen 18 Monaten, er wartet auf neue Kniegelenke, sagte er gestern im Gespräch mit der Redaktion. Seine Arbeit im Ort setze er fort, so lange es gehe. Eine Mitarbeit im Rat lasse seine Gesundheit derzeit nicht zu, sagte Baesmann gestern. Das alles habe nichts mit der Bäderfrage zu tun, sondern allein mit seiner Verfassung. Diese Entwicklung sei bei der Aufstellung der Kandidaten noch nicht absehbar gewesen. "Ich warte mal ein Jahr ab und dann gucken wir", sagte Baesmann.

DER KOMMENTAR

von Markus Holz: Jemandem Doppelzüngigkeit vorzuwerfen, der sich gegen die eigene Fraktion stellt, der Haltung zeigt und sagt, dass der Badepark für Berenbostel unersetzbar ist, ist schon respektlos. Der Vorwurf geht an der Realität vorbei, und er trifft die Person Werner Baesmann schwer.

Seit 30 Jahren trägt der Mann ehrenamtlich Mitverantwortung für Berenbostel und Stelingen. Er ist immer da, wenn Vereine ihn brauchen und seine Meinung gefragt ist. Es waren die Badepark-Freunde die seinem Rat nicht gefolgt sind, einen Trägerverein zu gründen. Die Bürgerinitiative blieb bis heute eine reine Protestgruppe gegen die Schließung. Einzelne Mitglieder giften und feinden auf vielen Kanälen alle Kräfte an, die nicht auf ihrer Seite stehen. Maß halten bitte und Respekt wahren!

Von Benjamin Behrens und Markus Holz

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