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Radschnellweg: Ministerium weist Antrag zurück

Garbsen Radschnellweg: Ministerium weist Antrag zurück

Das Niedersächsische Wirtschaftsministerium hat den Projektantrag der Stadt Garbsen für den geplanten Radschnellweg zwischen Garbsen und Hannover zurückgewiesen. Die Begründung: Die Strecke sei mit rund 2,75 Kilometern zu kurz, um gefördert zu werden.

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Der geplante Radschnellweg soll eine klimafreundliche Verbindung zwischen den Universitätsstandorten in Garbsen (hier der Fahrradständer am Produktionstechnischen Zentrum PZH) und Hannover schaffen.

Quelle: Jutta Grätz

Garbsen. Tempo raus beim Radschnellweg? Mit dem Projekt ist es in den vergangenen Monaten nicht sichtbar vorangegangen. Geplant ist eine klimafreundliche Verbindung zwischen Garbsen-Mitte und dem hannoverschen Zentrum, die auch Studenten nützen soll. Die gesamte Strecke ist rund 14 Kilometer lang: Der Hauptteil führt über hannoversches, etwas mehr als zwei Kilometer liegen auf Garbsener Gebiet. Die ersten Planungen datieren aus dem Jahr 2012.

Auf Anfrage teilte die Garbsener Stadtverwaltung mit, dass das Niedersächsische Wirtschaftsministerium den Projektantrag der Stadt Garbsen vom Februar für eine rund zwei Kilometer lange Verbindung kürzlich zurückgewiesen habe. Die Strecke sollte vom Friedhof Auf der Horst über den Campus Maschinenbau Garbsen bis nach Garbsen-Mitte führen.

Förderungswürdig sei ein Radschnellweg erst ab einer Länge von fünf Kilometern, so die Begründung. Gibt es noch Chancen für einen Zuschuss? "Die Stadtverwaltung hat Kontakt zur Stadtverwaltung der Landeshauptstadt Hannover aufgenommen, um ein gemeinsames Vorgehen abzustimmen", sagte Stadtsprecherin Christina Lange.

Für Garbsen ist das Projekt insbesondere im Hinblick auf den bald eröffnenden Maschinenbaucampus wichtig. Auf einem Radschnellweg könnten die künftigen Studenten rasch und klimafreundlich zwischen den Universitätsstandorten hin- und herpendeln.  "Die räumlich-verkehrliche Vernetzung ist ebenso wie die fachliche Zusammenarbeit der Unistandorte Garbsen und Hannover ein bedeutendes interkommunales Projekt – ein Muss für die Nachbarstädte", sagte Stadtbaurat Franke Hauke.

"Von Seiten der Landehauptstadt Hannover besteht ein großes Interesse an einer Umsetzung des Projektes", sagt Sprecherin Michaela Steigerwald. Erste Priorität habe derzeit aber die Realisierung eines Radschnellwegs nach Lehrte. Die Detailplanungen für diesen Förderantrag laufen derzeit.

"Der Radschnellweg nach Garbsen soll in einer zweiten Priorität geplant und realisiert werden", sagt Steigerwald. Ein erster Abschnitt dieses potenziellen Radschnellwegs solle als Einstieg in dieses Projekt zwischen dem Königsworther Platz über die Steintormasch nach Herrenhausen dennoch bereits im nächsten Jahr umgesetzt werden. Eine Landesförderung sei für diesen Abschnitt nicht möglich. Für den weiteren Streckenverlauf, der gemeinsam mit der Stadt Garbsen festgelegt werden soll, werde dies aber angestrebt.

Die Idee für den Radschnellweg war auf Ebene der Metropolregion entstanden, einem Verbund der Ballungsräume Hannover, Braunschweig, Göttingen und Wolfsburg. Die Kosten für die insgesamt 13,7 Kilometer lange Strecke wurden 2012 auf rund drei Millionen Euro geschätzt. Der Garbsener Abschnitt ist 2,75 Kilometer lang, der geschätzte Kostenanteil läge bei 630.000 Euro. Neuere Zahlen liegen derzeit nicht vor.

Wirtschaftsministerium fördert Radschnellwege mit Sonderprogramm

Um den Bau von Radschnellwegen zu beschleunigen hat Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies soeben ein Sonderprogramm Radschnellwege in Höhe von 12,35 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Ab sofort können Kommunen Förderanträge bei den jeweils zuständigen regionalen Geschäftsbereichen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (Hannover, Lüneburg, Oldenburg und Wolfenbüttel) stellen, teilte das Ministerium mit.

Verkehrsplaner sehen in Radschnellwegen ein hohes Potenzial, so die Einschätzung. Die gewollten Nebeneffekte wie die Verringerung von Staus und Schadstoffbelastungen, lassen Radschnellwege zu einem wichtigen Baustein eines nachhaltigen Verkehrssystems werden und sind insbesondere für Pendlerstrecken interessant, schreibt Ministeriumssprecher Christian Haegele. Niedersachsenweit gebe es zurzeit nur in Göttingen einen Radschnellweg. Gefördert werden die Kosten für Planung und Investitionen für Radschnellwege von einer Mindestlänge von fünf Kilometern. Das Programm läuft bis 2018.

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Der geplante Radschnellweg soll eine klimafreundliche Verbindung zwischen den Universitätsstandorten in Garbsen (hier der Fahrradständer am Produktionstechnischen Zentrum PZH) und Hannover schaffen.

Quelle: Jutta Grätz

Von Jutta Grätz

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