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Wohnungsbau birgt Konfliktpotenzial

Garbsen Wohnungsbau birgt Konfliktpotenzial

Diese Offensive soll dauerhaft Bewegung in den Garbsener Wohnungsbau bringen: Die Stadtverwaltung hat Wohnbauflächen in Berenbostel, Horst, Meyenfeld und Garbsen-Mitte, zusammen rund 110 Hektar, ausgewiesen. In anderen Ortsteilen ist entweder kein Platz, oder es gibt eine Siedlungsbeschränkung.

Garbsen. Der wachsende Bedarf habe in den vergangenen Jahren nicht mehr gedeckt werden können, sagte Stadtbaurat Frank Hauke am Donnerstagabend bei der Vorstellung der Wohnbauoffensive. Gründe für Wohnungsbau gebe es viele. Er nannte als Stichworte den demografischen Wandel, Studentenzuzug, sich ändernde Familienstrukturen und Lebensentwürfe, sowie Flüchtlinge, die dauerhaft untergebracht werden müssten.

Aus den Fraktionen waren deutliche Worte zu hören: Es habe unter dem früheren Bürgermeiser Alexander Heuer einen unerklärlichen Stillstand gegeben, „obwohl wir Beschlüsse gefasst haben“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Heinrich Dannenbrink. Die CDU/FDP-Gruppe freue sich, dass es „nun endlich weitergeht“. Ähnlich äußerte sich Günther Petrak, Fraktionsvorsitzender der Unabhängigen.

Martin Fochler (SPD) sagte, die SPD werde - hier und da auch zähneknirschend - der Offensive zustimmen, bis auf die Berenbosteler Flächen 5 (wichtiger Grünzug) und 7 (Badepark). Die SPD hat sich schon Gedanken gemacht, wo sie eine verdichtete Bebauung mit mehrgeschossigen Häusern (in Garbsen-Mitte) und wo sie eher eine „ländlich angepasste Bauweise“ sehen möchte, mit Ein- und Zweifamilienhäusern (in Meyenfeld). Die Grünen wollen detailliertere Übersichten im Hinblick auf den Natur- und Artenschutz.

Die Verwaltung hat die Areale nach Lage, Nutzung (als Ackerland oder Grünfläche), Baurechtsstatus, Besitzverhältnissen und „Restriktionen“ aufgelistet, das meint Einschränkungen wie notwendige Schallschutzmaßnahmen, Artenschutzprüfungen, Erhaltung von ortsbildprägendem Grün, Bau von Regenrückhaltebecken, Nähe von Landschaftsschutzgebieten, Berücksichtigung von Friedhofserweiterungen und anderes.

Berenbostel: sieben Flächen, insgesamt rund 30 Hektar. Die SPD will der Bebauung der Flächen 5 (erhaltenswerter Grünzug) und 7 (Badepark) nicht zustimmen.

Meyenfeld: der größte Brocken, insgesamt rund 45 Hektar.

Horst: vier Flächen, insgesamt rund 20 Hektar.

Garbsen-Mitte: zwei Flächen, insgesamt rund 13 Hektar, unbeschadet der Flächen für Gewerbeansiedlung und andere Belange, sowie Altgarbsen: eine Fläche im Mischgebiet, nahe dem Sportplatz, das birgt Konfliktpotenzial.

Die Diskussion hat gerade erst begonnen. Eine detailliertere Vorlage wird ab Februar durch die Gremien gehen, angefangen bei den Ortsräten.

Von Bernd Riedel

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