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Bürgermeister lösen Probleme im Zeltdorf

Garbsen Bürgermeister lösen Probleme im Zeltdorf

Moordorf und Leinedorf folgen einer klaren Dorfstruktur: Als Bürgermeister sind Lars Hedwig und Sven Möllmann für die Probleme der Bewohner der Zeltdörfer der Feuerwehren aus Wunstorf, Garbsen und Neustadt zuständig. Die Aufgaben von Postamt, Fundbüro und Telefonzentrale übernimmt die Lagerleitung.

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Jörn Engel (von links), Michael Gräser und Florian Lederer haben ihr eigenes Büro in einem Container auf dem Zeltplatz. 

Quelle: Rebecca Hürter

Stelingen. Vor ihrem Einsatz mussten Hedwig aus Neustadt und Möllmann aus Wunstorf keinen Wahlkampf durchstehen: Sie waren zum Zeitpunkt der Organisation des Zeltlagers in Stelingen die Stadtjugendwarte in ihren Heimatstädten. Bevor die vielbeschäftigten Dorfvorsteher eine Anfrage bekommen, sind die 33 Jugendwarte der Ortsfeuerwehren die ersten Ansprechpartner für die 539 Kinder und Jugendlichen im Zeltlager.

Die intensive Betreuung der Dorfbewohner gehört zu den Aufgaben der Jugendwarte: "Einige von den Jüngeren haben Heimweh, wenn sie das erste Mal wegfahren", sagt Steven Huckelhofen. "Wir müssen die Kinder beschäftigen, damit sie nicht zu viel an Zuhause denken", meint der Jugendwart der Feuerwehr aus Heitlingen.

Sind die Probleme nicht so leicht zu bewältigen, werden die Bürgermeister um Hilfe gebeten: Sie haben im Zeltlager alles ganz genau im Blick. Nach den Regenfällen der letzten Tage sind sie beispielsweise sofort dagegen angegangen, dass ihre Dörfer im Matsch versinken. Außerdem kümmern sie sich darum, dass abends die Lautsprecher nicht zu doll aufgedreht werden und dass Rücksicht auf die jüngeren Dorfbewohner genommen wird.

Nachdem die Dorfküche das Frühstück serviert hat, treffen sich die Bürgermeister jeden Morgen mit dem Garbsener Stadtjugendwart Constantin Mateescu im Dorfzentrum, um Probleme und Aufgaben zu besprechen. Als Lagerleiter hält Mateescu die Organisation des Zeltlagers in seinen Händen: Schon vor einem Jahr nahm er beispielsweise Kontakt mit den Landwirten auf, denen die Flächen gehören, auf denen die Zelte aufgeschlagen wurden.

Vor und während des Zeltlagers wird Mateescu bei der Organisation von der Lagerleitung unterstützt: In einem Container auf dem Zeltplatz haben Michael Gräser, Florian Lederer, Jörn Engel und Bernd Dahle ein Büro eingerichtet. Hier laufen alle wichtigen Verwaltungstätigkeiten zusammen.

Alle Beteiligten haben schon viele Jahre Zeltlagererfahrung und sind sich über die größte Veränderung der letzten Jahre einig: Immer mehr Kinder haben Handys dabei. Darauf muss auch in der Organisation des Dorflebens eingegangen werden: Beispielsweise wird darüber nachgedacht, WLAN einzurichten oder die Lagerzeitung als Onlineversion herauszubringen.

Auch nach Beendigung des Zeltlagers kehrt für Jugendwarte, Bürgermeister und Lagerleitung keine Ruhe ein: "Nach dem Zeltlager ist vor dem Zeltlager", meint Engel. Mit der Planung des Regionszeltlagers, zu dem nächsten Sommer etwa 1500 Feuerwehrmitglieder nach Neustadt kommen, wird in den nächsten Tagen begonnen.

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Bei Problemen in ihren Dörfern wenden sich die Bürgermeister Lars Hedwig (links) und Sven Möllmann (rechts) an den Lagerleiter Constantin Mateescu.

Quelle: Rebecca Hürter

Von Rebecca Hürter

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