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Ausschuss streitet um Schulbezirke

Garbsen Ausschuss streitet um Schulbezirke

Aufregung in der Stadtverwaltung: Im Schulausschuss am Donnerstagabend ist unversehens ein Streit um den Zuschnitt der Schulbezirke ausgebrochen. Der Zwist konnte zwar vorläufig beigelegt werden, aber die historisch gewachsenen Schulbezirke scheinen bei einigen Kommunalpolitkern unter dem Verdacht der Ungerechtigkeit zu stehen.

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Die Caroline-Herschel-Realschule (links) und die Hauptschule Nikolaus Kopernikus richten zum neuen Schuljahr die Oberschule Garbsen ein. CDU und Grüne wollen Änderungen der bisherigen Schulbezirkszuschnitte.

Quelle: Holz Markus

Garbsen-Mitte. Im Schulausschuss am Donnerstagabend ist unversehens ein Streit um den Zuschnitt der Schulbezirke ausgebrochen. Ein Antrag der CDU, den Schloß Ricklinger Eltern und Kindern die Wahlfreiheit zu gewähren, welche weiterführende Schulen sie besuchen wollen, wurde nach einer Sitzungsunterbrechung zurückgezogen. Ein Antrag des Grünen Tibor Sostmann, den Oberschulen keine Schulbezirke zuzuweisen – damit alle Garbsener in diesem Punkt die Wahlfreiheit hätten, konnte nicht schriftlich vorgelegt werden. Seine Behandlung wurde daher in den Verwaltungsausschuss (VA) verschoben.

Eigentlich hatte die Verwaltung nur eine textliche Anpassung der Schulbezirkssatzung vornehmen wollen: Die Oberschulen sollten aufgenommen werden, ohne die Bezirke zu verändern. CDU-Ratsherr Björn Tegtmeier forderte jedoch, den Schloß Ricklinger Kindern bei der Wahl der weiterführenden Schule Freiheit zu geben, wie sie Horster und Frielinger hätten. Bisher ist Schloß Ricklingen dem Schulzentrum Auf der Horst zugeordnet.

SPD-Ratsherr Wilfried Aick warnte davor, „so ein Fass aufzumachen“. Erstens könnten andere dazu animiert werden, ebenfalls Änderungswünsche anzumelden, und zweitens könnte den Oberschulen, die zum neuen Schuljahr starten sollen, die Berechnungs- und damit vielleicht sogar die Existenzgrundlage entzogen werden. Sozialdezernentin Iris Metge warnte ebenfalls: Sie plädiere dringend dafür, die historisch gewachsenen Schulbezirke nicht zu ändern. Die Schulen bräuchten Sicherheit über die Schülerzahlen. Unter anderem müsse der Stadtelternrat dazu gehört werden.

Ein weiteres Problem: Zum Schulzentrum I (Auf der Horst) gebe es eine direkte Busverbindung, nach Berenbostel nicht, die Kinder müssten einmal umsteigen. Nach einer Sitzungsunterbrechung zog die CDU ihren Antrag zurück, will das Thema aber demnächst wieder auf die Tagesordnung setzen.

Ratsherr Tibor Sostmann (Grüne) dagegen blieb hart: Da die beiden Oberschulen ganz unterschiedliche Konzepte hätten, müsste den Kindern und Eltern dabei volle Wahlfreiheit gewährt werden. Er beantragte mündlich, den Oberschulen keine Schulbezirke zuzuweisen. Sozialdezernentin Iris Metge warnte „vor einem Einstieg in den Ausstieg aus den Schulbezirken“.

Das Thema sei zu wichtig, deshalb wurde Sostmann gebeten, den Antrag schriftlich einzureichen. Er erklärte sich einverstanden, den Antrag am 22. März im VA behandeln zu lassen. Die Vorlage der Verwaltung über die Neufassung der Schulbezirkssatzung wurde mit einer Gegenstimme und drei Enthaltungen beschlossen. 

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Die Georg-Elser-Hauptschule (links) und die Realschule Berenbostel gehen in der Oberschule Berenbostel auf.

Quelle: Holz Markus (Archiv)
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