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7. Poetry-Slam am MCG lockt 200 Zuschauer

Gehrden 7. Poetry-Slam am MCG lockt 200 Zuschauer

Rund 200 Zuschauer sahen den 7. Poetry-Slam am Matthias-Claudius-Gymnasium in Gehrden. Unter zwölf Teilnehmern setzte sich Jörn Kaiser durch. Platz 2 belegte Aylin Sayili vor Vivien Knobloch.

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Jörn Kaiser belegte den 1. Platz, gefolgt von Aylin Sayili (rechts) und Vivien Knobloch.

Quelle: Stephan Hartung

Gehrden. Er konnte sich zurücklehnen. „Schon die Generalprobe am Mittag war super. Daher habe ich mich entspannt und die Auftritte der Schüler genossen“, sagte Ludger Deters. So wie dem Lehrer des Matthias-Claudius-Gymnasiums (MCG) erging es etwa 200 weiteren Personen: Sie verfolgten in der völlig ausverkauften Aula die Darbietungen von zwölf Schülern beim mittlerweile 7. Poetry-Slam. Deters hatte die Veranstaltung zusammen mit weiteren Lehrkräften organisiert.

Zum siebten Mal fand am Matthias Claudius Gymnasium in Gehrden der alljährliche Poetry Slam statt. 

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Die Schüler der Jahrgänge zehn und elf trugen ihre bis zu fünfminütigen Texte vor – nachdenkliche und gesellschaftskritische Stücke waren genauso dabei wie lustige und teilweise überdrehte Vorträge. Nach der Kritik im Vorjahr, als eine kleine Jury aus Lehrern und Schülern die Bewertung vornahm, war nun wieder das Publikum gefragt, den König der Poeten zu ermitteln.

Und es wurde Jörn Kaiser. Sein Auftritt hatte den Titel „Flach, flacher, Tschörn Kay“. Mit Bierflasche und Schlabberlook stand er auf der Bühne, sang später „Hackevoll“ als Parodie zu Helene Fischers Hit „Atemlos“ und setzte sich ein Hühnerkostüm auf den Kopf. Gleich zu Beginn kündigte er an: „Ich möchte mich schon vorher dafür entschuldigen, dass mein folgender Text zum Ende hin etwas peinlich wird. Aber ich stehe nicht so auf tiefsinnige Texte, ich habs lieber flach.“ Und mit Rücksicht auf seine Eltern trete er unter dem Decknamen Tschörn Kay auf. Und flapsig ging es weiter: „Auf etwas Normales auf jeden Fall hatte ich keine Lust. Das ist nicht meine Art, sich hier hinzustellen und etwas Seriöses auf die Bühne zu zaubern. Im Endeffekt hätte dabei keiner was zu lachen, deswegen werde ich Rapper und lass es krachen!“ Und damit begeisterte der Elfklässler das Publikum.

Nicht weniger Applaus erhielt die Zweitplatzierte Aylin Sayili für ihren Beitrag „Schau mal hin“, mit dem sie Vorurteile zum Thema machte. „12 Grad. Du. Draußen auf der Straße. In einer Hand die Tageszeitung, bist auf dem Weg zur Bahn. Fremde Menschen, verschwommene Silhouetten in einem Meer der Ignoranz, jeder in seine eigenen Gedanken vertieft, immer auf Distanz. Blick starr nach vorne gerichtet, bloß nicht auf die anderen achten, aus Versehen erwischt du dich ,wie du die andere Straßenseite betrachtest“, heißt es. Vivian Knobloch, vom Publikum auf den dritten Rang gevotet, stellte das Leben künstlerisch schmackhaft in einem Vier-Gang-Menü dar. „Kalte Vorspeise. Warme Vorspeise. Hauptspeise. Dessert. Was haben diese 4 Dinge gemeinsam? Richtig, sie spiegeln unser Leben wieder“, trug sie vor.

In den Pausen sorgten Bands und Solisten des Gymnasiums für Musik – aber auch zwei ehemalige MCG-Schüler waren zu Gast. André und Mitchy Katawazi, einer breiten Öffentlichkeit durch ihre Teilnahme am TV-Format „The Voice of Germany“ bekannt, sangen mehrere Songs – und berichteten von ihrem eigenen Auftritt bei der 1. Poetry-Slam-Auflage im Jahr 2010. 

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