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Jubiläumsgäste trotzen dem Regen

Lemmie Jubiläumsgäste trotzen dem Regen

Die Dorfbewohner von Lemmie haben mit zahlreichen Ehrengästen und unterhaltsamen Aktionen das 800-jährige Bestehen der Ortschaft gefeiert. Das Ortsjubiläum lockte zwar bei feuchter Witterung keine Besucherscharen an, aber die Gäste ließen sich die Laune von gelegentlichen Regenschauern nicht verderben.

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800-Jahr-Feier in Lemmie: Beim Ortsjubiläum herrscht auf dem Turnplatz trotz gelegentlich einsetzender Regenschauer gute Laune.

Quelle: Ingo Rodriguez

Lemmie. „800 Jahre Lebensfreude“ – das Motto der Feier hatten sich die Dorfbewohner und auch die Besucher offenbar zu Herzen genommen: Obwohl schon kurz nach dem offiziellen Festakt auf dem Rittergut der Familie Wedemeyer der erste heftige Regenschauer einsetzte, ließen sich die Jubiläumsgäste nicht abschrecken. „So eine Veranstaltung ist immer auch ein Wettlauf mit dem Wetter“, sagte Landwirt Heinrich Möller gelassen und bot den Gästen in seiner Scheune Getränke an.

Auch auf seinem Hof in der Ortsmitte hatten zu diesem Zeitpunkt einige Besucher einen regengeschützten Unterschlupf gefunden. Der Landwirt hatte dort für das Jubiläum seine Maschinen und Fahrzeuge ausgestellt. Und Frederik Linstaedt aus Pattensen hatte sich kurzerhand mit seinem zweijährigen Sohn Hannes in das Führerhaus eines Mähdreschers gesetzt. „Wir sind extra wegen der 800-Jahr-Feier nach Lemmie gekommen“, sagte Linstaedt und kletterte mit seinem Spross wieder vom Führerhaus herunter, als der Regen nachließ.

Am frühen Nachmittag war zwar der ganz große Besucherandrang noch weitgehend ausgeblieben, aber am Hauptstandort der Feier, dem Turnplatz, zogen sich die Besucher bei erneut einsetzendem Regen einfach unter die dichten Bäume und Pavillons zurück und klönten entspannt bei Kaffee, Kuchen, Gegrilltem und kühlen Getränken. Zum Programm gehörten auch Führungen und Besichtigungen von Gärten, Anlagen und markanten Gebäuden.

Wie hoch die Lebensqualität in dem 714-Seelen-Dorf mit einer Gesamtfläche von rund 443 Hektar ist, hatte am Morgen beim Festakt auf dem Rittergut vor rund 100 Ehrengästen Ortsbürgermeister Hilmar Rump hervorgehoben. „Kindergarten, Sportverein, drei Spielplätze, Reitanlage, Hotel, Café mit Saalbetrieb, Kapelle aus dem 16. Jahrhundert, Friedhof, S-Bahnhof und gepflegte Feldwege in der Natur: Lemmie ist ein attraktives ländliches Dorf“, sagt Rump. Zu dem Festakt war sogar Regionspräsident Hauke Jagau gekommen, um seine Glückwünsche zu überbringen. Seine Botschaft: „Kleine Orte haben gute Überlebenschancen, wenn das Miteinander und Füreinander aufrecht erhalten wird.“

Dass es in Lemmie daran nicht fehlt, hatten die Dorfbewohner und Vereinsvertreter schon bei der gemeinsamen Programmgestaltung für das Jubiläum gezeigt – und beim gelassenen Umgang mit den gelegentlich einsetzenden Regenschauern eindrucksvoll bestätigt. Sogar ein eigenes Lemmie-Lied gibt es nun. Das von Uschi Hennicke für das Jubiläum geschriebene Stück war am Morgen nach einem Geschichtsvortrag über die Entstehung und Entwicklung des Dorfes uraufgeführt worden. Der Universitätsprofessor Carl-Hans Hauptmeyer hatte nach seinem gewitzten Vortrag kurzerhand zur Gitarre gegriffen und den Song mit dem Lemmier Gitarristen Burkhardt Hennicke vorgetragen.

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