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„Wir haben doch eine Menge gelernt“

Gehrden „Wir haben doch eine Menge gelernt“

Zeugnisausgabe am Freitagmorgen, Abi-Ball am Abend - damit endet für Maike Wiets, Frederika Wahl und Janis Eickmeier die Schulzeit am Matthias-Claudius-Gymnasium (MCG).

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Die Jahrgangssprecher blicken zurück: Maike Wiets (von links), Janis Eickmeier und Frederika Wahl.

Quelle: Heidi Rabenhorst

Gehrden. „Wir waren der etwas andere Jahrgang - ein Jahrgang, der mit einigen Traditionen gebrochen hat“, meint Janis Eickmeier, einer der drei Jahrgangssprecher. Für die Entlassung sei man beispielsweise vom Erichshof Everloh nach Eckerde umgezogen. „Wir haben auch nicht in Gehrden, sondern in Hannover gefeiert“, erzählt der 18-Jährige.

Aufgefallen sei der Jahrgang auch durch das fehlende Organisationstalent, sagt er augenzwinkernd. „Sämtliche Infos mussten mindestens dreimal gegeben werden. Wahlen und Abstimmungen fanden in der Regel mehrmals statt“, fügt der Abiturient hinzu.

Auch Maike Wiets spricht von einem „Chaos-Jahrgang“. „Am Anfang stand immer das Chaos, aber irgendwie wurde dann doch alles gut“, sagte sie. Was ihren Jahrgang aber auffallend ausgezeichnet habe, sei trotz aller Konflikte die nicht selbstverständliche starke Gemeinschaft gewesen. Frederika Wahl blickt auf eine von Umbauten geprägte Schulzeit am MCG zurück. „Es waren aber auch acht Jahre, in denen wir doch eine ganze Menge gelernt haben“, meint die Abiturientin.

Auch die eine oder andere Anekdote fällt den Schulabgängern noch ein. „Es ist öfters vorgekommen, dass ein Lehrer gute Noten an Schüler verteilt hat, die aufgrund eines Auslandsaufenthalts schon das ganze Schuljahr woanders waren“, berichtet Eickmeier. Und auch zum Jahrgangsleiter Martin Warnke hat der 18-Jährige eine kleine Geschichte parat. „Er hat uns vor einer Notenbekanntgabe versprochen, dass das Computersystem diese Vor-Abi-Noten zu 99 Prozent richtig berechnet. Wenige Minuten später sah man lange Schlangen vor seinem Büro stehen und annähernd jedes Vorabiturzeugnis musste korrigiert werden.“

Für Maike Wiets war die Outward-Bound-Fahrt in die österreichischen Alpen eine der schönsten Zeiten am Gehrdener Gymnasium. „In dieser Zeit sind wir als Klasse sehr zusammengewachsen“, berichtet die Abiturientin. Negativ in Erinnerung bleiben werde ihr dagegen, dass die Seminarfahrten in der elften Klasse ausfielen. „Gerade weil das MCG sonst sehr traditionsreiche Klassenfahrten nach Emden und Aurich, nach Torfhaus und vor allem auf die Wewelsburg macht, konnten wir das nur schwer verkraften.“

Nun freuen sich alle auf den neuen Lebensabschnitt. Maike Wiets geht für ein Jahr als Au-pair ins australische Auckland. Frederika Wahl absolviert in Schottland an einem Internat für behinderte Kinder und Jugendliche ein Freiwilliges Soziales Jahr. Janis Eickmeier bleibt Deutschland treu. Er will Medienwissenschaften studieren.

Von Heidi Rabenhorst

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