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Angst vor zu vielen Touristen

Gehrden Angst vor zu vielen Touristen

Die Umgestaltung des Gehrdener Berges beschäftigt Verwaltung und Politik schon seit Jahren. Nun liegt zwar ein neues Entwicklungs- und Nutzungskonzept vor, aber ob es jemals verwirklicht wird, steht in den Sternen.

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Der alte Pferdestall auf dem Gehrdener Berg wird ab Montag renoviert - und könnte Teil eines neuen Naherholungsprojektes werden.

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. 19 Punkte umfasst das Papier, das Fachdienstleiter Holger Spohr am Mittwochabend auszugsweise im Ausschuss für Umwelt und Energie vorgestellt hat. Dabei geht es um Entwicklungschancen des Gehrdener Waldgebietes. Grundlagen des neuen Konzepts sind zehn Sehenswürdigkeiten und Standorte. Sie sollen aufgewertet und miteinander verbunden werden.

Dazu zählen unter anderem der Erlebnisgarten des Naturschutzbundes, das Wandervogelheim, der Burgbergturm, die Kindermühle von Norbert Gardlo, der alte Pferdestall, das Damwildgehege, die Tripsche Parkanlage mit Berggasthaus und die Mergelkuhle. Auch Neuerungen sind angedacht, wie ein Hochseilgarten oder ein Baumwipfelpfad am Fuße des Berges, der Gäste aus dem Umland anlocken soll. Darüberhinaus soll es gastronomische Angebote geben. Beispielsweise ein Kiosk am Burgbergturm, und in Zusammenarbeit mit dem Polizeihundesportverein soll deren Klubgaststätte als Ausflugslokal in das Konzept integriert werden.

Die Region ist zu der Einschätzung gekommen, das Projekt im Zuge der Naherholung zu fördern - wenn die Stadt eine Gegenfinanzierung sicherstellen kann. Doch genau das dürfte das Problem werden. „Alle Einzelmaßnahmen müssen bezahlt werden“, sagte Spohr. An die Politiker richtete er deshalb den Auftrag, zu entscheiden, was sie wollen und was nicht.

Die Ausschussmitglieder gaben sich eher zurückhaltend. Der Gehrdener Berg dürfe nicht zu touristisch werden, sagte Eva Kiene-Stengel (Bündnis 90/Die Grünen). Sie erinnert zudem an die Haushaltslage der Stadt. „Viele Ideen sind nicht finanzierbar“, sagte sie. Peter Lübcke sorgt sich um das Gebiet am Stadtrand. „Wir dürfen die Anziehungskraft des kleinen und überschaubaren Waldes nicht überstrapazieren“, sagte er. Sein Charme liege darin, dass dort die Besucher ihre Ruhe hätten und den Blick ins Calenberger Land genießen könnten.

Unabhängig davon beginnt am Montag die Renovierung des alten Pferdestalls am Berggasthaus. Das neue Konzept sieht vor, in dem alten Stall eine Waldschule als Anlaufstelle für Kindergartengruppen einzurichten. „Als Unterschlupf bei Regen - mit Toiletten und Schränken“, sagt Spohr. Auch ein Spielplatz soll dort entstehen.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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