Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Gehrdener besichtigen neue Unterkunft

Gehrden Gehrdener besichtigen neue Unterkunft

Wie werden die Flüchtlinge am Bünteweg unterkommen? Diese Frage haben sich zahlreiche Gehrdener selbst beantwortet. Sie haben die neu errichtete Flüchtlingsunterkunft besichtigt. 60 Flüchtlinge und zehn Obdachlose können dort zusammen leben.

Voriger Artikel
85-jährige Frau wird im Edeka-Markt beraubt
Nächster Artikel
Ein grandioses Frühlingskonzert

Die Flüchtlings- und Obdachlosenunterkunft am Bünteweg soll frühestens Mitte Mai bezogen werden.

Quelle: Oehlschläger

Gehrden. „Ich bin ganz angetan“, sagt Hervé Jeanne. Der Musiker wohnt nahe der neu errichteten Flüchtlingsunterkunft am Bünteweg. Wie zahlreiche weitere Besucher nutzte auch er die Möglichkeit, den Modulbau zu besichtigen. „Das negative Bild, das der Begriff Containerbau suggeriert, ist hier nicht gegeben“, sagt Jeanne. „Ich denke, dass man den Flüchtlingen etwas Würdiges bietet.“

31 Wohneinheiten sind in dem zweigeschossigen Gebäude eingerichtet. Manche sind auf zwei Bewohner ausgerichtet, im Untergeschoss befinden sich eigene Appartements für Familien von vier bis sechs Personen. Diese sind auf engem Raum mit einem Badezimmer, einer kleinen Küchenzeile, einem Kühlschrank, zwei Kochplatten und teilweise einem Backofen ausgestattet. Auch ein Spind für Kleidung und Einzel- sowie Hochbetten stehen dort.

Im Obergeschoss befindet sich ein eigener Bereich für Obdachlose mit Einzelzimmern und gemeinschaftlichen Waschräumen für Männer und Frauen. Dort gibt es zudem einen Gemeinschaftsraum, unten ein Zimmer für Kinder und ein Haushaltsraum für sechs Waschmaschinen. Das Büro der Sozialarbeiterinnen befindet sich im ersten Stock des Treppenhauses.

Dort wird künftig Stefanie Mente ihrer Arbeit nachgehen. Ab Mai bekommt die Sozialarbeiterin mit Sanay Aktas eine Kollegin zur Seite gestellt, mit der sie die Bewohner der Unterkunft betreuen soll. Sie rechnet damit, dass die Zimmer frühestens Mitte Mai bezogen werden können. „Wir hinken mit der Grundausstattung noch etwas hinterher“, sagt sie. Ist das erledigt, können auch die ersten Bewohner einziehen.

Da der Zustrom von Flüchtlingen abgenommen habe, müssten die Kapazitäten der Unterkunft am Bünteweg vorerst nicht ausgeschöpft werden, sagt Mente. „Wir werden die Wohneinheiten nicht mehr so eng belegen müssen wie in den vergangenen Monaten“, sagt die Sozialarbeiterin. Das mindere auch das Konfliktpotenzial unter den Bewohnern.

Angedacht ist auch, den Gruppenraum und den Spielraum für Kinder gezielt für Angebote zu nutzen, erzählt Stadtmitarbeiterin Nina Schuppen, die die Besucher bei einem Tag der offenen Tür durch das Gebäude führte. So seien Sprachkurse oder Nachhilfestunden vorstellbar. Ihre Hilfsbereitschaft dafür haben bereits die Siebtklässler aus der Küken-AG der Oberschule angekündigt. Sie brachten auch gleich Spielzeug mit, das sie den Bewohnern vermachen wollen. Auch hätten die Kinder vorgeschlagen, regelmäßig Spielenachmittage betreuen zu können, berichtet Lehrerin Anke Ballhausen.

Außerdem soll der Außenbereich mit Spiel- und Sportgeräten umgestaltet werden, sagt Mente. Das könne jedoch frühestens im Herbst angegangen werden, da die anliegende Wiese bis August von Hundehaltern genutzt werden darf, die ihre Haustiere dort ohne Leine laufen lassen können.

doc6pf7qpfcpsh1ipkiuilj

Fotostrecke Gehrden: Gehrdener besichtigen neue Unterkunft

Zur Bildergalerie

Von Nils Oehlschläger

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Gehrden
doc6soqvwyxj9cv4knfhn8
MCG-Schüler zeigen ihr musikalisches Können

Fotostrecke Gehrden: MCG-Schüler zeigen ihr musikalisches Können