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Anwohner fordern Verkehrsuntersuchung

Gehrden Anwohner fordern Verkehrsuntersuchung

Anwohner der Wohngebiete Langes Feld und Großes Neddernholz haben die Stadtverwaltung aufgefordert, das Verkehrsaufkommen für das geplante Neubaugebiet Gehrden-Ost zu ermitteln - und eine Aussage von Politik und Verwaltung noch vor der Kommunalwahl am 11. September verlangt.

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Anwohner befürchen eine erhebliche Zunahme des Verkehrs durch das Neubaugebiet Gehrden-Ost.

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. Die Bürger wehren sich gegen eine einseitige Erschließung des Baugebietes Gehrden Ost über den Beethovenring sowie über die teilweise verkehrsberuhigten und gepflasterten Stichstraßen Verdistraße/Orffstraße und Millöcker Weg. "Wir wollen keine Schwerlastzüge und Baufahrzeuge sowie Kleinlaster, die über Jahre durch den Beethovenring und das Große Neddernholz fahren", heißt es in einem Protestschreiben an die Stadt. Die Befürchtungen: Erhebliche Zunahme von Verkehr in den Stoßzeiten, Gefährdung der Kinder auf dem Schulweg und der Kleinkinder am Kindergarten, Lärmbelastung und Verschlechterung der ohnehin fragwürdigen Parksituation der Anwohner, blockierte Rettungswege für Feuerwehr und Krankenwagen sowie Verschmutzung und Schäden an Straßen und parkenden Autos. Ihre Forderung: Eine Zuwegung in der kompletten Erschließungs- und Bauphase über die Schulstraße beziehungsweise K231. Eröffnung der Stichstraßen als Anliegerstraßen mit verkehrsberuhigenden Maßnahmen (Verdistraße, Millöcker Weg) erst nach endgültiger Fertigstellung der kompletten Straßen im Neubaugebiet Gehrden-Ost.

Die Stadt wird auf die Bedenken eingehen. "Das geht aber nicht mehr vor der Kommunalwahl", sagt Fachbereichsleiter Wolfgang Middelberg. Die Stadt werde den Verkehr dort langfristig untersuchen müssen, um aussagekräftige Ergebnisse erzielen zu können. Dazu werden an einigen Punkten Videountersuchungen vorgenommen. "Die Straße wird von oben gefilmt, so dass keine Kennzeichnen oder Personen zu erkennen sind", erläutert Middelberg. Die Untersuchung und anschließende Auswertung der Ergebnisse werde voraussichtlich bis Ende November dauern.

Einer von den Anwohnern geforderten Anbindung an die östlich gelegene Kreisstraße 231 zwischen Gehrden und Ronnenberg sowie Forderungen nach zwei Anbindungen zum Beethovenring erteilte Middelberg jedoch bereits eine weitgehende Absage. "Das wird so nicht funktionieren", betonte der Fachbereichsleiter. Das hänge zum einen mit den Kosten und zum anderen mit den räumlichen Möglichkeiten zusammen. So seien zum Beispiel alle möglichen Verbindungsflächen zur Kreisstraße in Privatbesitz.

Die Verwaltung werde aber alle Vorschläge und Alternativen für die Verkehrsführung prüfen und abwägen, versicherte Middelberg. Die Stadt sei bestrebt, den Verkehr möglichst erträglich für die Anwohner zu regeln.

Von Carsten Fricke

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