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Am Bünteweg beginnt der Aufbau der Wohnmodule

Gehrden Am Bünteweg beginnt der Aufbau der Wohnmodule

Rasanter Baufortschritt: Am Bünteweg werden am Montag bereits die ersten Wohncontainer für Asylbewerber aufgestellt. Die Arbeiten am Fundament für die Sammelunterkunft sind nahezu abgeschlossen. Unterdessen hat die Stadt eine Kostenaufstellung für die Unterbringung und Integration der Flüchtlinge präsentiert.

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Der Bau der Flüchtlingsunterkunft am Bünteweg geht zügig voran. Auf einem Lagerplatz im Gewerbegebiet stehen schon die Wohnmodule für den Aufbau bereit. 

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. Der zuständige Polier Thomas Sprotte ist mit dem Baufortschritt auf dem Gelände am Bünteweg sehr zufrieden. "Zurzeit sind Elektriker noch mit der Erdung am Fundament beschäftigt. Am Montag sollen schon die ersten Container mit einem Kran aufgestellt werden", sagt er und verweist auf einen nahe gelegenen Lagerplatz im Gewerbegebiet am Bünteweg. Dort stehen schon die Wohnmodule für den Aufbau der zweigeschossigen Flüchtlingsunterkunft bereit. Anfang April soll das Wohnheim nach bisherigen Planungen bezugsfertig sein.

Rund 1,7 Millionen Euro investiert die Stadt Gehrden, um am Bünteweg neuen Wohnraum für weitere Asylsuchende zu schaffen. Derzeit leben bereits 279 betreute Zuwanderer in Gehrden - insgesamt 89 Haushalte, zu denen 128 Kinder gehören. Bis Ende April werden noch einmal zusätzliche 82 Flüchtlinge erwartet - und nicht schon bis Ende März, wie bislang geplant. Bis zum Rest des Jahres 2016 muss die Stadt Gehrden aber anschließend dann noch einmal weitere 150 Zuwanderer aufnehmen. "Das ist die bisherige Prognose für die Restquote der Zuweisungen", sagt Bürgermeister Cord Mittendorf. Laut Fachdienstleiter Ralf Geide gilt inzwischen als sicher, dass nur noch Menschen aus gefährlichen Krisen- und Kriegsgebieten ankommen. Weitere Flüchtlinge aus sogenannten sicheren Herkunftsländern, also Wirtschaftsflüchtlinge, seien jetzt nicht mehr zu erwarten.

Mit dem Neubau des Flüchtlingsheim am Bünteweg geht die Stadt einen neuen Weg. Bislang war es gelungen, alle Flüchtlinge dezentral in Wohnungen unterzubringen. Nur zwei Häuser hat die Stadt bislang zu diesem Zweck gekauft. Trotzdem sind die ausschließlich kommunalen Kosten für die Unterbringung und Integration in Gehrden bislang überschaubar. Das hat Fachdienstleiter Ralf Geide jetzt auf Nachfrage im Finanzausschuss in einer Kostenaufstellung skizziert.

Insgesamt sei es aber wegen komplizierte Abrechnungsvorgänge zurzeit sehr schwer, die genauen kommunalen Kosten abzubilden. Für die Immobilienkäufe und den Neubau investiere die Stadt zwar rund 3,4 Millionen Euro. Die Gebäude seien aber städtisches Eigentum und garantierten künftig Mieteinnahmen, so Geide. "Die Mietkosten für Flüchtlinge zahlt die Region Hannover, und Auslagen der Stadt für die Mietzahlungen für Asylsuchende werden von der Region komplett erstattet", betonte Geide.

Die Stadt erhält außerdem im Jahr 2016 noch weitere Zuschüsse der Region: Rund 18 000 Euro an Verwaltungskostenpauschale und 136 700 Euro für die Flüchtlings- und Sozialarbeit. "In der nächsten Woche laufen die Vorstellungsgespräche für zwei weitere auf vier Jahre befristete Vollzeitstellen - zusätzlich zu den bislang zwei dafür zuständigen Sozialarbeiterinnen", sagte Geide.

Was die Stadt nicht ersetzt bekommt: "Für das Haushaltsjahr 2016 sind im Produkt Integration 6500 Euro angemeldet - darunter 5000 Euro für die Förderung der Freiwilligen-Agentur Freiraum", sagte Geide.  Die ehrenamtlichen Helfer leisten seit einem halben Jahr in Gehrden vor allem Integrationsarbeit – und entlasten so die Stadt. Der Arbeitskreis Willkommenskultur soll laut Geide 1500 Euro für Aktionen mit Flüchtlingen bekommen.

Insgesamt seien die kommunalen Kosten bislang also verhältnismäßig überschaubar. Bürgermeister Mittendorf spricht sich deutlich dafür aus, künftig auch für möglichst viele Flüchtlingskleinkindern Krippenplätze zu schaffen. Daran fehle es zurzeit noch. "Genau dort fängt aber die Integration an, weil die Kleinkinder so am schnellsten Deutsch lernen und in der Schule dann schneller Lesen und schreiben können", sagte Mittendorf.

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