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Tatsachenroman beeindruckt die Achtklässler

Gehrden Tatsachenroman beeindruckt die Achtklässler

Spannende Geschichte mit realem Hintergrund: Der bekannte Buchautor Dirk Reinhardt aus Münster hat gestern im Gehrdener Matthias-Claudius-Gymnasium (MCG) vor dem achten Jahrgang Passagen aus seinem Jugendroman "Train Kids" vorgetragen - und anschließend mit den Schülern über die wahren Begebenheiten gesprochen.

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Spannende Begegnung: Jugendbuchautor Dirk Reinhardt kommt bei seiner Lesung mit Achtklässlern des MCG ins Gespräch.

Quelle: Heidi Rabenhorst

Gehrden. Eine verzweifelte Suche mit tödliche Gefahren und abenteuerlichen Erlebnissen – beschrieben auf 320 Buchseiten, aber kein Produkt der Fantasie, sondern wirklich geschehen: „Train Kids“ – so heißt der im vergangenen Jahr erschienene Jugendroman des mehrfach ausgezeichneten Schriftstellers Dirk Reinhardt. Im Matthias-Claudius-Gymnasium hat der Buchautor aus Münster gestern rund 110 Achtklässlern daraus Auszüge vorgelesen und von seinen Recherchen erzählt.

Bei den Jugendlichen hinterließ die Autorenlesung jede Menge Eindruck – vor allem, weil der Roman auf wahren Geschehnissen beruht. Reinhardt beschreibt mit den sogenannten „Train Kids“ Jugendliche, die wochenlang auf den Dächern von Güterzügen quer durch Mexiko fahren, um ihre Eltern zu suchen, die illegal in den USA arbeiten. Besonders skurril: Damit die Telefonnummern der Gesuchten nicht verloren gehen, haben sie sich die Zahlen auf die Fußsohlen tätowieren lassen.

In Reinhardts bewegendem Roman trifft der Erzähler Miguel aus Guatemala an der Grenze zu Mexiko auf vier unbekannte Jugendliche, die ein gemeinsames Ziel haben – abenteuerlich und sehr gefährlich: Sie wollen es über die Grenze in die USA schaffen, wo sie Familienangehörige finden wollen, die sich bereits vor ihnen auf den Weg gemacht haben.

Reinhardt berichtete den Jugendlichen auch von seinen Erlebnissen bei den Recherchen für das Buch und zeigte Fotos. Und er musste viele Fragen beantworten. Die Achtklässler wollten unter anderem wissen, ob es die Protagonisten seines Buches wirklich gibt. „Meine Erzählung beruht auf Tatsachen. Allerdings habe ich ihnen andere Namen gegeben“, verriet der Autor. Die Train Kids wünschen sich laut Reinhardt in den USA ein Leben, das weniger von Armut geprägt ist. Sie erleben Hunger und Durst, Hitze und Kälte, treffen korrupte Polizisten, Drogenhändler und Menschenschmuggler.

Von Heidi Rabenhorst

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