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Sommergewitter erschwert Ernte erheblich

Gehrden/Ronnenberg/Barsinghausen Sommergewitter erschwert Ernte erheblich

Das Sommergewitter hat in der Nacht zum Dienstag Spuren hinterlassen. Auf den noch nicht gemähten Getreidefeldern liegt der Weizen am Boden. Kurz vor Schluss wird die Ernte sehr mühsam.

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Das Sommergewitter kam zu früh: Auf einigen Feldern hat der Starkregen den Weizen niedergedrückt.

Gehrden. Eigentlich ist alles bestens gewesen. Sonne und Wind ließen den Weizen optimal reifen. „Die Qualität war bisher sehr gut. Es gibt keinen Grund zum Jammern“, sagt Landwirt Arnd von Hugo aus Groß Munzel. Kurz vor Schluss - 75 bis 80 Prozent des Getreides sind bereits geerntet gewesen - hat das Sommergewitter den Landwirten eine Zwangspause beschert.

Bis nach Mitternacht haben sie in der Nacht zum Dienstag auf den Feldern gearbeitet, um die Ernte einzufahren. Dann entluden sich Blitz und Donner, und Starkregen ging nieder. „Nachdem es 10 bis 20 Liter pro Quadratmeter geregnet hat, dauert es in der Sonne zwei Tage, bis das Getreide wieder trocken ist“, meint Arnd von Hugo. Werden die Weizenkörner zu feucht geerntet, müssen die Landwirte nachtrocknen - und das ist teuer. Außerdem sei es schwierig, das von Regen oder Sturm niedergedrückte Getreide zu mähen, sagt der Landwirt.

Wenn es zu viel regnet, droht zudem ein Qualitätsverlust. Steht der Weizen nicht mehr auf dem Halm, weht der Wind nicht durch und die Körner können nicht ausreifen. „Dann ist es kein Brotgetreide, sondern Futterweizen“, erläutert Arnd von Hugos Berufskollege Hanns Christian Seeßelberg-Buresch aus Everloh.

Die Landwirte hoffen nun auf Sonne, um die restliche Ernte einfahren zu können. „Wir brauchen auch Luft und Sonne, damit das Stroh vor dem Pressen trocknen kann“, sagt Seeßelberg-Buresch.

Nach der Ernte ist die tägliche Wettervorhersage wohl nicht mehr so wichtig, aber die Arbeit auf den Feldern geht ohne Pause weiter. „Auf den abgeernteten Feldern beginnen wir sofort mit der Bodenbearbeitung“, sagt Arnd von Hugo. Nach dem Aufreißen des Bodens wird voraussichtlich in etwa zehn Tagen damit begonnen, organischen Dünger zu verteilen - der wegen seines üblen Geruchs den Landwirten jedes Jahr Ärger macht. „Wir bitten um Verständnis, aber das gehört dazu“, sagt der Landwirt.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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