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Spohr verteidigt "windelweiche" Stellungnahme

Gehrden Spohr verteidigt "windelweiche" Stellungnahme

Werden die Windräder zwischen Leveste und Eckerde durch größere ersetzt? Wille der Anwohner ist das nicht unbedingt, da so unter anderem das Landschaftsbild am Deister beeinträchtigt werden könnte. Die Stadt setzt sich für eine Höhenbegrenzung ein.

Gehrden. In der öffentlichen Informationsvorlage für die gemeinsame Sitzung von Bauausschuss und Umweltausschuss am Dienstag positioniert sich die Verwaltung zu einer möglichen Modernisierung der Windräder westlich von Leveste. Im Zuge des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) der Region sollen die Windkraftanlagen durch größere und damit leistungsfähigere ersetzt werden. Die Stadt wünscht sich jedoch eine Höhenbegrenzung auf maximal 100 Meter, was den bestehenden Modellen entspricht. Als Begründung führt sie "visuelle und akustische Beeinträchtigungen" am "naherholungsbedeutsamen Raum" Deister sowie den Artenschutz an.

Kritik gibt es von der Bürgerinitiative (BI) Gegenwind. Die Vorlage verschleiere die tatsächliche Position von Verwaltung und Politik. Im Gegensatz zu dieser "windelweichen" Informationsdrucksache der Stadt Gehrden habe man in Barsinghausen und Wennigsen "Beschlussvorlagen erarbeitet, zu denen die Politiker in Beratungen und Abstimmungen haben Stellung beziehen müssen", kritisiert BI-Sprecher Ernst-Richard Köper.

Fachdienstleiter Holger Spohr weist diese Kritik zurück. "Wir halten nichts von einer reinen Verweigerung", sagt er. Ob Beschlussvorlage oder nur eine Informationsvorlage: Die Region arbeite mit Fakten und würde die Hinweise aus Gehrden gleichermaßen berücksichtigen, sagt Spohr. Anregungen oder Bedenken könne die Politik im Fachausschuss am Dienstag äußern. Diese Statements würden dann gegebenenfalls noch in die Stellungnahme der Stadt aufgenommen und an die Region weitergeleitet werden - pünktlich bevor am Mittwoch das öffentliche Beteiligungsverfahren endet.

Die Stadt gibt erhebliche Eingriffe in das Landschaftsbild zu bedenken, sollten die Windräder durch höhere Modelle ausgetauscht werden. Daher bitte die Verwaltung die Region zu prüfen, ob mit einer Höhenbegrenzung das Problem in Leveste entschärft werden könnte.

Spohr merkt an, dass bei höheren Windkraftanlagen auch größere Abstände zum Ort eingehalten werden müssten. Dementsprechend kleiner würde die Fläche bei Leveste werden, auf der dann nur noch etwa vier der höheren Modelle stehen könnten. Diese vier höheren Windräder würden auch nicht mehr Leistung bringen, als acht kleinere Anlage wie bisher.

Von Nils Oehlschläger

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