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Bauherr tritt aus der Warteschleife

Gehrden Bauherr tritt aus der Warteschleife

Nach etlichen Hindernissen und Verzögerungen im Planverfahren sollen an der Alten Straße nun endlich in den nächsten vier Wochen die Erschließungsarbeiten für ein Neubauprojekt beginnen. Dort wird ein Wohnhaus errichtet sowie ein Geschäftshaus mit Dachwohnungen – nur einen Steinwurf vom Marktplatz entfernt.

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Erst Fundstücke sichern: Bevor auf dem Grundstück an der Alten Straße die Bauarbeiten für Wohn- und Geschäftshäuser beginnen, müssen zunächst die Archäologen ihre abgedeckten Ausgrabungsstandorte frei geben.

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. Rund eineinhalb Jahre liegt es bereits zurück, dass mit dem um 1836 errichteten Bauernhaus an der Alten Straße – inklusive einsturzgefährdeter Hofscheune – eines der ältesten Gehöfte in der Kernstadt dem Erdboden gleich gemacht wurde. Dem Ratsherren und Immobilienbesitzer Heinrich Meinecke war der Abriss seines eigenen Geburtshauses nicht leicht gefallen. Weil der Erhalt der Bauten aber zu aufwendig gewesen wäre, hatte er sich dazu durchgerungen, dort zwei Neubauten errichten zu lassen – in unmittelbarer Nähe zum Marktplatz.

Seit dem viel beachteten Abriss der beiden historischen – aber nicht denkmalgeschützten – Gebäude ist es jedoch still geworden um das Projekt. „Es hat sehr lange gedauert, bis der Bebauungsplan rechtskräftig geworden ist“, sagt Meinecke. Grund für die Verzögerungen sei die erforderliche Berücksichtigung eines künftigen Wendehammers am benachbarten Heinrich-Hische-Weg gewesen. „Keiner der Anlieger wollte dafür Grundstücksfläche opfern – bis ein Kompromiss gefunden wurde“, sagt Meinecke.

Er will noch in diesem Jahr von einer Baufirma die Erschließungsarbeiten erledigen lassen. Auf dem Grundstück soll zum Marktplatz hin ein neues Geschäftshaus mit einer Ladenzeile inklusive Schaufensterfront im Erdgeschoss sowie Büros, Praxisräumen im ersten Stockwerk und zwei großen Dachgeschosswohnungen entstehen. In zweiter Reihe wird ein Wohnhaus mit acht Mietwohnungen inklusive Balkon oder Terrasse errichtet.

Zwar steht der Baugenehmigung nichts mehr im Wege. Trotzdem muss sich Meinecke auch jetzt noch etwas gedulden. „Zurzeit sind noch Archäologen mit Ausgrabungen beschäftigt“, sagt der Architekt Stephan Schmidt. Es seien auch bereits Teile alter Fundamente frei gelegt worden. Die Laborergebnisse für die Gesteinsproben und das entsprechende Alter der Fundstücke sollen in Kürze offiziell bekannt gegeben werden.

In etwa ein bis zwei Wochen wollen die Archäologen dann mit ihren Arbeiten auf dem Areal fertig sein. „Dann werden mit Eingang der Baugenehmigung noch einige Gespräche mit den Bauunternehmen geführt. Anfang November kann die Erschließung beginnen“, schätzt der Architekt.

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Erst Fundstücke sichern: Bevor auf dem Grundstück an der Alten Straße die Bauarbeiten für Wohn- und Geschäftshäuser beginnen, müssen zunächst die Archäologen ihre abgedeckten Ausgrabungsstandorte frei geben.

Quelle: Ingo Rodriguez
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