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L 390: Behörden reagieren auf Unfallserie

Leveste/Redderse L 390: Behörden reagieren auf Unfallserie

Besorgniserregende Statistik: Nach einer Serie von schweren Verkehrsunfällen auf der Landesstraße 390 zwischen Leveste und Redderse wollen die zuständigen Behörden den gefährlichen Streckenabschnitt schon in Kürze entschärfen. Im März berät eine Unfallkommission über zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen.

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Auf der Landesstraße 390 ereignen sich zwischen den Ortschaften Leveste und Redderse vor allem wegen der schmalen Fahrbahn und im Kurvenbereich immer wieder schwere Verkehrsunfälle - auch mit Todesfolge.

Quelle: Ingo Rodriguez

Leveste/Redderse. Allein die nüchternen Zahlen klingen beängstigend: Vier schwere Autounfälle innerhalb von drei Jahren, dreimal mit erheblich verletzten Fahrzeuginsassen, für eine 56-Jahre alte Autofahrerin kam im vergangenen Jahr sogar jede Hilfe zu spät. Doch jetzt schrillen bei den zuständigen Verkehrsbehörden endlich die Alarmglocken. Sie wollen nicht länger tatenlos zusehen, wie Jahr für Jahr etliche Autofahrer auf der L 390 zwischen Leveste und Redderse verunglücken. Denn: Auch die Serie von Unfällen mit kleineren Blechschäden oder leicht Verletzten reißt dort nicht ab.

Es war ausgerechnet der jüngste Unfall vor einer Woche, der die Sicherheitsexperten hat aufhorchen lassen. Eine 50-jährige Frau war nachmittags in einer Rechtskurve mit ihrem Wagen von der Fahrbahn abgekommen, im Straßengraben gelandet und hatte lebensgefährliche Verletzungen erlitten.

Der sprichwörtliche Tropfen, der ausgerechnet jetzt das Fass zum Überlaufen brachte, ist für die Behörden einfach ein trockener Grenzwert. "Bei dieser Strecke handelt es sich jetzt um eine sogenannte Unfallhäufungslinie", sagt Reinhard Bruns von der Polizeiinspektion (PI) Garbsen. Grundlage für diese Einstufung seien Vorgaben aus einem Verkehrsleitfaden der Deutschen Versicherer. Demnach müsse sich für einen Handlungsbedarf auf einer Strecke von etwa einem Kilometer jährlich mindestens ein Verkehrsunfall mit schwer verletzten Personen oder Todesfolge ereignen - und das in drei aufeinander folgenden Jahren.

Nachdem die Strecke zwischen Redderse und Leveste seit etwa einer Woche diese Vorgaben erfüllt, will sich nun auch die Unfallkommission der Behörden mit der Angelegenheit befassen. Das Gremium setzt sich zusammen aus Vertretern der Polizei, der Region Hannover, des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr sowie einem Vertreter der betroffenen Kommune. "Nach einer Ortsbesichtigung wird die Kommission am 22. März die Unfallursachen analysieren und über zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen beraten", sagt Bruns.

Mögliche Maßnahmen gibt es laut Bruns viele: Ausbau der schmalen Fahrspur, vor den Kurven Tempo-70-Limits, Schutzplanken vor Bäumen, Randstreifenbefestigung, griffigerer Fahrbahnbelag oder Baumrückschnitte wegen Sichtbehinderung. Das werde im März von der Kommission entschieden, von der Region als Verkehrsbehörde anschließend angeordnet und auf der Landesstraße von der Straßenmeisterei Wennigsen zeitnah umgesetzt, sagt Bruns.

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