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Schüler lernen Berufswelt kennen

Gehrden Schüler lernen Berufswelt kennen

Berufs- und Studienorientierung standen für den 11. Jahrgang am Matthias-Claudius-Gymnasium auf dem Stundenplan. In verschiedenen Bereichen konnten sich die Jugendlichen informieren und probieren.

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Fingerspitzengefühl: Iris Stolzenburg vom AOK-Schulservice zeigt Maximilian, Hanna und Julia (alle 17) die richtige Technik beim Binden einer Krawatte.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Ist richtiges Benehmen Glückssache? "Natürlich nicht", sagt Iris Stolzenburg. Es kann gelernt und geübt werden. Die AOK-Mitarbeiterin war zwei Stunden zu Gast im 11. Jahrgang des Matthias-Claudius-Gymnasiums (MCG) und hat den Jugendlichen wichtige Umgangsformen und Verhaltensregeln beigebracht, die bei einer Bewerbung von existentieller Bedeutung sind und die von potentiellen Arbeitgebern erwartet werden. Themen wie eine Krawatte binden, sich am Tisch benehmen und die richtige Begrüßung standen genauso auf dem Lehrplan wie Fragen "Was ziehe ich an?" oder "Wer hält wem die Tür auf?". In erster Linie gehe es bei diesem Kurzseminar darum, Stress abzubauen, sagt Stolzenburg. Die Schüler sollen wissen, auf was bei einem Bewerbungsgespräch geachtet werde.

Stolzenburgs Eindruck war mehr als gut. "Die Jugendlichen wissen schon eine ganze Menge", sagt sie. Sie seien gut informiert. "Von mir bekommen sie einen Feinschliff", sagt Stolzenburg.

Eine Woche lang stand bei den Elftklässlern die Berufsorientierung auf dem Stundenplan. Initiiert von Lehrer Ingo Kitzel. Anlass für dieses Projekt ist die traditionelle Probewoche zahlreiche MCG-Schüler auf der Wewelsburg. "Dann sind die Kurse regelrecht entvölkert", sagt Kitzel. Ein Unterricht sei so gut wie nicht möglich. Den etwa 40 Daheimgebliebenen wurden deshalb erstmalig gestaffelte Module zur Berufs- und Studienorientierung angeboten. Mit der Premiere ist Kitzel zufrieden. "Es wird gut angenommen", sagt er.

Das bestätigt auch der 17-jährige Konrad. "Das Angebot ist super", sagt der Elftklässler. Er habe viele Dinge gelernt, die ihm mit Blick auf die nachschulische Zeit weiterhelfen. Das sieht auch Julia so. "Gerade die allgemeinen Teile sind hilfreich", sagt die 17-Jährige. Und für Leon ist die Berufsorientierung auch eine Art Präventivarbeit. "Es ist wichtig zu erfahren, was man alles falsch machen kann", sagt er - beispielsweise durch eine gedankenlose Internetpräsenz.

Eine Gruppe hat an einem fünftägigen Modul „Branchenerkundung in niedersächsischen MINT-Unternehmen und die neuen Medienberufe“ teilnehmen, das von der Bundesagentur für Arbeit, dem Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft und der Firma Wabco im Rahmen der IdeenExpo angeboten wird. Dort besteht die  Gelegenheit, sich gezielt und vertieft mit verschiedenen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten auseinanderzusetzen.

Eine weitere Gruppe hat unter anderem erfahren, was sie alles in einem Assessmentcenter erwarten kann, welche vielfältigen Tätigkeitsbereiche es in der Justiz gibt und welche Erwartungen zukünftige Arbeitgeber an ihre Azubis stellen. Das Programm schließt zudem eine ganztägige Exkursion nach Berlin zum Volkswagen Digital Lab ein. Dort werden die Schüler Einblicke in die digitale Zukunft der Automobilindustrie erhalten.

"Jeder Schüler kann sich aus den verschiedenen Angeboten etwas herausziehen", sagt Kitzel, der am MCG für die Berufs- und Studienorientierung zuständig ist. Ziel ist es, die Jugendlichen beim Übergang von der Schule ins Berufsleben zu unterstützen.

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