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Schüler bauen Sitzbänke

Gehrden Schüler bauen Sitzbänke

Berufsorientierung und Praxiserfahrung wird an der Oberschule Gehrden groß geschrieben. Nun haben zwei Schüler zwei Sitzbank gebaut.

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Fleißige Handwerker: Remke und Marc (beide 15) mit ihrem Lehrer und Zimmermeister Christoph Feise und Ute Woll von Pro Beruf.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Remke und Marc haben es Christoph Feise angetan. "Das sind meine Jungs", sagt der Zimmermeister und Fachlehrer der BBS Springe. Als unbedarfte Schüler seien sie zu ihm gekommen, um einen Einblick in die Bautechnik zu bekommen. Sie haben offenbar schnell gelernt. Nun haben die beiden 15-Jährigen, die die Oberschule Gehrden besuchen, zwei Sitzbänke aus Fichtenholz gebaut - innerhalb eines Schulhalbjahres. "Und die Note ist besser als sehr gut", lobt Feise.

Remke und Marc sind stolz. "Solch eine Arbeit motiviert und es hat großen Spaß gemacht, die Bänke zu bauen", sagen sie. Und überhaupt: Die Möglichkeit im Rahmen ihrer Schulzeit zwei Tage an der BBS praktisch arbeiten zu können, sei super. "Das bringt Abwechslung zum normalen Schulalltag", sagt Remke, der demnächst ein Praktikum in einer Tischlerei machen will. Und für Marc ist der Einblick in das Handwerk eine gute Orientierung. "So kann ich schon jetzt sehen, ob das etwas für mich ist", sagt der junge Levester. 

Die Idee zu den Sitzbänken kam von Lehrer Feise. Ein anspruchsvolles Projekt, dass unter Firmenbedingungen realisiert worden ist. Erst gab es die Idee, dann folgten Zeichnung, Materialsuche, Einzelanfertigung und Zusammenbau. "Sie haben das perfekt umgesetzt". sagt Feise.

Auch Ute Woll von Pro Beruf lobt die Schüler. "Sie haben schon eine Menge drauf", sagt sie. Überhaupt: Es sei wichtig für die Jugendlichen schon während der Schulzeit einen Blick über den Tellerrand zu werfen. "So erfahren sie frühzeitig, wie die Arbeitswelt funktioniert", sagt Woll, die die Schüler an der Oberschule betreut. "Die Jugendlichen sollen einen Plan haben, wenn sie die Schule verlassen", sagt sie.

Seit 2010 wird die Berufsorientierung und Praxiserfahrung an der Gehrdener Schule groß geschrieben. Seitdem ist Woll dabei. Sie berät, organisiert Praktika und Berufsbildungsangebote, hilft bei Bewerbungen, ist Ansprechpartnerin für die Schüler und vermittelt Kontakte zu Betrieben. Ein funktionierendes und anerkanntes System. Doch die Zukunft an der Oberschule ist gefährdet. Die Landesschulbehörde will die Zuschüsse für das Projekt streichen und stattdessen Schulsozialarbeiter einstellen. "Sozialarbeiter könnten diese Aufgabe aber nicht übernehmen", sagt der stellvertretende Schulleiter, Arne Lechmann. So sinnvoll das auch sei, für die Oberschule wäre das ein Rückschlag für den Bereich Berufsorientierung.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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