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Bilderbuchkino hilft behinderten Kindern

Gehrden Bilderbuchkino hilft behinderten Kindern

Seit 16 Jahren gibt es in Gehrden inzwischen das Bilderbuchkino. Neu: Die Spenden sollen künftig zur Hälfte der Stadtbibliothek selbst für neue Kinderbücher zur Verfügung stehen und dem Aegidius-Haus, eine Einrichtung für schwer behinderte Kinder in Hannover und die erste in Niedersachsen dieser Art.

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Die Vorleserinnen (von links): Karin Wüppen, Ursel Reverey und Maren Scherfenberg laden einmal im Monat in die Stadtbibliothek im Rathaus ein. Die Spenden gehen künftig an das Aegidius-Haus, eine Einrichtung für schwer behinderte Kinder.

Quelle: Jennifer Krebs

Gehrden. Einmal im Monat lesen Karin Wüppen, Ursula Reverey und Maren Scherfenberg im Bilderbuchkino vor. An die 15 Kinder kommen eigentlich fast immer, es waren aber auch schon 35 und mehr. Die Kindergärten bewerben das Angebot. Toll: "Wir hatten immer den Anspruch, kostenlos zu sein", sagt Wüppen, die von Anfang an dabei ist, als Vorleserin und Organisatorin an der Seite von Bibliotheksleiterin Lucyna Woznica. Die Spenden der Eltern sind freiwillig.

In den vergangenen Jahren wurde mit dem Geld das Kinderhospiz Löwenherz in Syke unterstützt. Nun haben sich das Team der Vorleserinnen und die Bibliotheksleitung entschlossen, "das Bilderbuchkino umzuwidmen", sagt Wüppen.

Vor eineinhalb Jahren hat das Aegidius-Haus eröffnet. "Wir haben dort hospitiert und uns die Einrichtung vorher angesehen", sagt Wüppen. Und das Konzept habe überzeugt. Das Bilderbuchkino-Team will nun helfen, die noch recht jungen Einrichtung bekannter zu machen.

Doris Meier-Bruhn aus Barrigsen, selbst Mutter eines schwerstbehinderten Kindes, freut sich über die Unterstützung für das Aegidius-Haus. Sie sei dankbar und sehr froh, dass es so ein Haus nun hier im Umkreis endlich gibt. Sonst blieb nur das Krankenhaus oder Altenheim, wenn man als pflegende Eltern mal eine Auszeit brauchte und sein Kind unterbringen wollte, sagt Meier-Bruhn. Ihr Sohn Hauke (19) war schon mehrmals im Aegidius-Haus zur Kurzzeitpflege, "und er fühlte sich dort immer sehr wohl", erzählt seine Mutter. Weg von zu Hause: Auch die Aufenthalte im Aegidius-Haus haben Hauke stark gemacht. Im August zieht er in eine selbstbestimmte Wohngemeinschaft.

Als betroffene Mutter weiß Meier-Bruhn, dass viele Eltern von behinderten Kindern oft ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie ihre Kinder mal für einige Tage abgeben. Ihre Botschaft: "Man darf sich diesen Urlaub gönnen." Und: "Wir Eltern müssen loslassen, auch andere können sich gut um unsere Kinder kümmern." Im Aegidius-Haus werden sie von speziell geschultem Pflegepersonal, Heilerziehungspflegern und Sonderpädagogen versorgt.

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Bilderbuchkino in der Stadtbibliothek: Die Kinder verfolgen gespannt die Fußball-Geschichte, die mit einem Projektor an die Wand geworfen wird.

Quelle: Jennifer Krebs
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