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Nicht überall ist das Internet schnell

Gehrden Nicht überall ist das Internet schnell

Die Breitbandversorgung im Gehrden Stadtgebiet ist auf dem ersten Blick gut. 99 Prozent der Haushalte sind versorgt. Und dennoch gibt es Ärger, weil die versprochene Übertragungsgeschwindigkeit nicht beim Endverbraucher ankommen.

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Glasfaserkabel sollen auf Dauer in allen Gehrdener Ortsteilen verlegt werden, um ein schnelles Internet mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde zu gewährleisten.

Quelle: Julian Stratenschulte

Gehrden. Torsten Voigts hatte keinen leichten Stand. Dabei hatte der Geschäftsführer des Telekommunikationsunternehmens Northern Access gute Nachrichten mitgebracht. Bis 2017 soll die Übertragungsgeschwindigkeit von derzeit 16 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) zunächst über Richtfunk auf 32 und anschließend sogar durch Glasfaserleitungen auf 50 Mbit/s erhöht werden. Außerdem will das Unternehmen zwei weiße Gebiete in Northen (Goldener Winkel/Schulstraße) und in Ditterke (Kirchwehrener Straße) versorgen.
Alles gut also? Im Gegenteil! Seit fast fünf Jahren ist Northern Access in den Gehrdener Ortsteilen aktiv. Versprochen wurde eine Leistung von 16 Mbit/s. Doch davon kommt beim Endverbraucher nur wenig an. „Zwischen zwei und vier Megabit pro Sekunde habe ich gemessen“, sagt das Redderser Ortsratsmitglied Axel Gröper. Ähnlich geht es Kunden in Leveste oder Northen. „Es funktioniert nicht wie versprochen“, kritisiert Gröper. Leistung und Kosten passen zurzeit nicht zueinander. Deshalb fehle ihm der Glaube, das Northern Access seine neuen Versprechen auch einhalten könne. Und der Ditterker Reiner Rath wurde sogar noch deutlich. „Ich habe den Eindruck, dass das Unternehmen vor vier Jahren die Fördergelder abgegriffen hat und nichts dafür tut“, sagte er - zumindest in einem Ort wie Ditterke, wo zahlreiche Gewerbetreibende auf ein schnelles Internet angewiesen seien. Und der Northerner Ortsbürgermeister Friedhelm Meier sprach von Verzögerungen beim Ausbau, die nicht akzeptabel seien.
Voigts verteidigte sein Unternehmen. Man werden die Fristen einhalten und 2017 die Leistungen in den Gehrdener Ortsteilen garantieren. Gleichzeitig habe Northern Access in den vergangenen Jahren viel in das Breitbandnetz investiert. Beginnend in Northen soll es ausgebaut und verbessert werden.
Nurettin Demirel, Wirtschaftsförderer der Stadt Gehrden, machte deutlich, dass für die Stadt Ausbau der Einsatz von Glasfaser bedeute. „Dazu gibt es keine Alternative“, sagte er. Gleichzeitig müsse die versprochene Leistung auch bei den Kunden ankommen. Das versprach Voigts. „Das ist für uns das finale Szenario“. sagte er.
Ein Blick auf die Pläne von Northern Access wird auch die Region haben. „Das sollen keine leeren Versprechungen bleiben“, sagte Lennart Heise, Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung in der Region. Die Region werden prüfen, ob sie eingehalten werden. „Wenn wir Probleme feststellen, können wir eingreifen“, sagte Heise - vorher nicht. Zuvor allerdings solle Northern Access die Chance bekommen, ihre Pläne umzusetzen.
In der Kernstadt ist die Situation gut. 22 der insgesamt 33 Kabelverzweigungen sind laut Heise mit Glasfaser erschlossen. In der Kernstadt liege die Übertragungsgeschwindigkeit bei bis zu 100 Megabit pro Sekunde. Im Neubaugebiet Großes Neddernholz und in der Oberschule sind dank Glasfaserkabel sogar Bandbreiten von bis zu 250 Megabit pro Sekunde möglich.
Im Gehrdener Stadtgebiet haben neben Northern Access auch Telekom, htp und Vodafone/Kabel Deutschland in eigene Infrastruktur investiert.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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