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Bürger füllen Tüten für die Tafel

Gehrden Bürger füllen Tüten für die Tafel

Die Gehrdener Bürger helfen der Tafel mit einer tollen Aktion: 14 Tage lang können im Rewe-Markt für fünf Euro sogenannte Tafeltüten mit Lebensmitteln kaufen - und damit die Einrichtung unterstützen. Nach einer Woche sind bereits knapp 250 Tüten gespendet worden.

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Georg Szedlak (von links) freut sich mit Peter Radike sowie den Kundinnen Nahid Natequi und Gabriele König über die große Spendenbereitschaft der Gehrdener Bürger.

Quelle: Heidi Rabenhorst

Gehrden. Zum sechsten Mal hat sich der Gehrdener Rewe-Markt an der Aktion „Gemeinsam Teller füllen“ beteiligt. Mit der Spende dringend benötigter Lebensmittel unterstützt die Supermarkt-Kette die bundesweit rund 920 Tafeln. Bereits seit 1996 geben die über 3300 Märkte des Unternehmens regelmäßig Lebensmittel an die Tafeln ab. Und seit 2009 können auch Kunden direkt helfen, indem sie die Tafeln mit dem Kauf einer sogenannten Tafeltüte unterstützen.

Dabei können vierzehn Tage lang Lebensmitteltüten im Wert von fünf Euro mit einer Dosensuppe, Kartoffelpüree-Packungen und Teebeuteln, einem Glas Würstchen, Sauerkraut und einer Tafel Schokolade sowie mit Salzstangen und Spaghetti gekauft werden. „In einer Woche sind schon 249 Tüten gespendet worden“, freut sich der Gehrdener Marktleiter Georg Szedlak. Anvisiert sei, in Gehrden die 500er-Marke zu knacken. Rewe-Deutschland stockt die Menge noch einmal mit insgesamt 40 000 Stück auf. 

Gern geholfen hat auch Helga Gosch. „Ich habe es zwar auch nicht so üppig, aber ich fühle mich aus humanitären Gründen einfach verpflichtet, anderen zu helfen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“ sagte die Gehrdenerin.

„In jüngster Zeit ist die Zahl der Menschen, die sich aus einer Notlage heraus Hilfe suchend an die Tafeln wenden, nochmals stark angewachsen. Auch für viele Flüchtlinge, die in Deutschland Schutz suchen, sind die Tafeln eine der ersten Anlaufstellen“, betonte Tafelsprecher Peter Radike am Sonnabend im Gehrdener Rewe-Markt. Daher zeigte er sich beeindruckt von der Hilfsbereitschaft der Menschen: „Gerade jetzt sind wir dringend auf Spenden angewiesen“, sagte er.

In Gehrden gibt es die Tafel seit fünf Jahren. „Wir haben mit 26 Bedarfsgemeinschaften begonnen“, erinnert sich Radike. Heute erreicht die Tafel mit ihrem Laden am Kantplatz gut 450 Personen mit insgesamt 140 Kindern. 35 ehrenamtliche Helfer vorsorgen wöchentlich die Tafelkunden mit Lebensmitteln. Die Struktur hat sich durch Zuwanderung von Flüchtlingen enorm verändert. „Mehr als 60 Prozent der Kunden sind Menschen mit Migrationshintergrund“, berichtet Radike.

Ehrenamtliche Helfer der Gehrdener Tafel und Konfirmanden werden im Rahmen der bundesweiten Aktion noch bis einschließlich Sonnabend, 19. November, bei den Kunden für den Kauf einer Tüte im Wert von 5 Euro werben.

Von Heidi Rabenhorst

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