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Ärger wegen Fahrplanwechsel

Gehrden Ärger wegen Fahrplanwechsel

Zahlreiche Berufspendler aus Gehrden kritisieren die Abfahrtzeiten für die Buslinie 350 am S-Bahnhof Weetzen. Sie haben Unterschriften gesammelt. Die Stadt will das Anliegen unterstützen.

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Pendler, die vom Bahnhof in Weetzen mit dem Bus der Linie 350 nach Gehrden fahren wollen, müssen nach der Umstellung des Fahrplans teils lange Wartezeiten in Kauf nehmen.

Quelle: Nils Oehlschläger

Gehrden. Seit der Fahrplanumstellung im Dezember müssen Berufspendler bis zu 20 Minuten auf einen Anschluss von Weetzen nach Gehrden warten. Der Hintergrund: Weil einzelne Busse der Linie 350 vom Bahnhof Weetzen zum Gehrdener Klinikum fahren, haben sich die Abfahrtzeiten der Busse verschoben. Bis zum Fahrplanwechsel fuhren die Busse der Linie 350 zeitlich abgestimmt auf die S-Bahn nach und von Hannover. Das ist nun nicht mehr so. Die betroffenen Bürger wollen das nicht kommentarlos hinnehmen. Sie haben Unterschriftenliste, auf der 27 Unterstützer unterzeichnet haben, gesammelt und sie an Bürgermeister Cord Mittendorf weitergeleitet. Das Ziel: die Wiedereinführung der früheren Anbindungen.

In einem Schreiben an die Region weisen Gehrdener Bürger auf die unbefriedigende Situation hin. Seit dem Fahrplanwechsel habe sich die Fahrzeit aufgrund der langen Wartezeiten in Weetzen nahezu verdoppelt, heißt es. So seien die Anbindungen in Richtung Hannover bis auf zwei Ausnahmen auf die langsamen Züge der Deister-Linie ausgerichtet. Die Umstellung der Linie 350 sei ein Fehlplanung, wird kritisiert. Eine Folge davon: Für die Kurzstrecke von Gehrden nach Weetzen nutzen die Berufspendler das Auto.

Tatsächlich will die Stadt den Wunsch unterstützen. Sie fordert die Region als Träger des ÖNPV auf, eine Wiedereinführung vor dem Fahrplanwechsel geltenden Zeiten für die Linie 350 zu prüfen. Über die Erfolgsaussichten wollte Stadtsprecher Frank Born keine Prognose abgeben. Sollten die Wünsche der Antragsteller gegenüber der jetzigen Regelung mindestens kostenneutral sein und auch fahrplanmäßig ins Konzept passen, bestehe die Möglichkeit, dass die Region Hannover dem Wunsch folgen werde, sagte er.

Regiobus-Sprecher Tolga Otkun hatte Anfang des Jahres die Umstellung des Fahrplans mit der Schließung des Springer Krankenhauses begründet. Daraufhin habe es die politische Forderung gegeben, den öffentlichen Personennahverkehr für Besucher und Patienten besser an das Gehrdener Klinikum anzubinden. Diese Vorgabe habe Regiobus umgesetzt. Solche Fahrplanänderungen seien aber stets ein Balanceakt, der von jedem Fahrgast auch eine gewisse Flexibilität erfordere, sagte Otkun. 

Der neue Fahrplan für Bus und Bahn soll die Erreichbarkeit des Klinikums in Gehrden verbessern. Am Sonnabend und Sonntag zwischen 12 und 19 Uhr gibt es acht zusätzliche Fahrten. Außerdem wird die Haltestelle Gehrden/Krankenhaus je dreimal täglich bedient. Die Busse starten am Bahnhof Weetzen.

Diskutiert wird das Thema am Dienstag, 31. Mai, im Ausschuss für Verkehr, Brandschutz und Gefahrenabwehr. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Feuerwehrgerätehaus in Lemmie am Gehrdener Kirchweg.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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