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So funktioniert die Abwasserbeseitigung

Gehrden So funktioniert die Abwasserbeseitigung

Unter dem Motto „Abwasser“ stand in diesem Jahr der Weltwassertag. Interessierte Bürger hatten die Möglichkeit bieten, das Hauptpumpwerk der Abwasserentsorgung an der Nordstraße zu besichtigen.

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Pumpwerk-Mitarbeiter Alexander Tschöpe erklärt der Gruppe den Verlauf des Abwassers im Werk.

Quelle: Johanna Kruse

Gehrden. 115 Liter Abwasser erzeugt jeder der etwa 16 000 Gehrdener Bürger im Schnitt pro Tag. Doch was passiert damit, sobald es die häuslichen Leitungen verlässt? Dieser Frage konnten gestern zwei Besuchergruppen im Hauptpumpwerk der Abwasserbeseitigung von Gehrden auf den Grund gehen. Anlässlich des internationalen Tag des Wassers, der in diesem Jahr unter dem Motto „Abwasser“ stand, hatte die Betreiberfirma Purena zur Besichtigung eingeladen. Im Hauptpumpwerk an der Nordstraße führte ein Mitarbeiter die Besucher durch das Werk und erklärte ihnen den Prozess, den das Wasser bei der Abwasserentsorgung geht. Geklärt wird in Herrenhausen Der Abteilungsleiter der Purena, Olaf Cassens, erläuterte vorab die Wasserversorgung in Gehrden.„Hier läuft alles Abwasser der Stadt zusammen“, erklärte er. Nur das Abwasser von Lemmie komme nicht dort an. „Das wird direkt weiter nach Wennigsen geleitet“, so Cassens. Eine eigene Kläranlage hat die Stadt nicht. Das Regen- und Abwasser von Gehrden wird am Hauptpumpwerk zusammengeführt und von dort weiter zum Klärwerk Hannover-Herrenhausen geleitet, wo es gereinigt wird. Die Weiterleitung übernehmen drei große Pumpen im Inneren des Werks. Bei voller Leistung schaffen sie es, in einer Stunde rund 800 Kubikmeter Wasser zu pumpen. Allerdings müssen die Pumpen auch immer wieder gestoppt werden, da sie durch Fremdkörper blockiert werden. „Etwa alle zwei Wochen müssen wir eine Pumpe anhalten und aufschrauben, damit der Müll, den Leute ins Wasser schmeißen, rausgeholt werden kann“, sagtee Mitarbeiter Alexander Tschöpe. 36 Pumpen im Stadtgebiet Sollte es zu einem Pumpenstopp kommen, wird der Mitarbeiter, der Bereitschaftsdienst hat, per Telefon darüber informiert. Für größere Notfälle verfügt das Pumpwerk zudem über zwei Notstromaggregatoren. An Stellen im Stadtgebiet, wo das Wasser nicht so einfach weitergeleitet werden kann, sind Pumpen unterschiedlicher Größe eingebaut. 36 Stück gibt es davon in Gehrden. Für die vielen Fragen der interessierten Besucher standen bei der Führung sowohl Cassens und Tschöpe von der Firma Purena als auch Wolfgang Middelberg als Fachbereichsleiter Umwelt und Bauen zur Verfügung.

Von Johanna Kruse

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