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Bürger spenden Bäume für den Von-Reden-Park

Gehrden Bürger spenden Bäume für den Von-Reden-Park

Gehrdener Bürger haben acht neue Bäume für den Ottomar-von-Reden-Park gespendet. Die gestifteten Gehölze haben einen Wert von etwa 3500 Euro.

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Zahlreiche Bürger haben Bäume für den Ottomar-von-Reden-Park in Gehrden gespendet. Karl-Heinz Behre pflanzt sogar drei Exemplare.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Den Anfang machte 2011 der Gehrdener Adolf Knölke: Statt vieler Geschenke wünschte er sich anlässlich seines 70. Geburtstages eine Gelbe Rosskastanie für den Ottomar-von-Reden-Park. Inzwischen sind zahlreiche Bürger diesem Beispiel gefolgt. Jetzt konnten acht neue Exemplare wie Urweltmammutbaum, Schwarze Maulbeerbaum, Sumpf-Eiche oder Esche im Gesamtwert von 3500 Euro gepflanzt werden.

Für Ingrid Drögemeier ist diese Form der Unterstützung eine Selbstverständlichkeit. „Der Park ist eine Kostbarkeit für uns in Gehrden“, sagte sie. Karl-Heinz Behre stiftete gleich drei Bäume. Er wolle damit an seine Urgroßeltern erinnern, sagte er. Sein Urgroßvater Heinrich habe mehrere Jahre als Gutsgärtner beim damaligen Baron von Reden gearbeitet. Zur gleichen Zeit sei auch Anna Seiffert als Köchin beim Baron angestellt gewesen. Die beiden heirateten und gründeten 1887 die Gärtnerei Behre am Dammtor.

Sonja Beuning, Leiterin des Fachbereichs Planung und Raumordnung der Region, freute sich über die geschenkten Bäume. „Sie helfen, den ursprünglichen Charakter dieses Gartendenkmals wieder sichtbar zu machen“, sagte sie. Sie hoffe auf weitere Baumspender.

Bürgermeister Cord Mittendorf war beeindruckt. „Es ist hervorragend, was die Region in dem Park umsetzt, damit er für die Gehrdener attraktiv ist“, sagte er. Die Baumspenden zeigen zudem, wie sehr die Bürger die Anlage schätzen. Mittendorf beließ es aber nicht bei schönen Worten. Er reihte sich umgehend in die Reihe der Baumspender ein – er will dem Park einen Riesen-Lebensbaum schenken.

Die Ursprünge des Ottomar-von-Reden-Parks in Gehrden reichen bis in das Jahr 1590 zurück. Als Gutspark wurde die Grünanlage in ihrer heutigen Struktur um 1780 von Friedrich-Otto von Reden angelegt. Vor gut 50 Jahren vermachte Ottomar von Reden (1888-1959), Bürgermeister von Gehrden, dem Landkreis Hannover den mehr als drei Hektar großen Park als Stiftung. Heute sind Teile des Parks mit seinem zum Teil jahrhundertealten Gehölzbestand denkmalgeschützt. Im 2007 hat das Projektbüro der Gartenregion Hannover ein Sanierungs- und Nutzungskonzept erarbeiten lassen, das auch die behutsame Rekonstruktion des Gartendenkmals vorsieht und - vor allem - seine langfristige Pflege gewährleisten soll.

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