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Bürgerinitiative gegen große Windkrafträder

Leveste Bürgerinitiative gegen große Windkrafträder

Gegenwind für die Pläne der Region, größere Windkraftanlagen in Leveste zuzulassen. Die gegründete Bürgerinitiative (BI) will das nicht hinnehmen und kündigt Widerstand an.

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Windrad bei Leveste mit Blick auf den Annaturm. Eine Bürgerinitiative will ein Repowering der Anlage verhindern.

Quelle: franz

Leveste. Mit einer 180-Grad-Kehrtwende sei die Region von ihrer ursprünglichen Auffassung abgerückt, und wolle nun in Leveste vier repowerte Windkraftanlagen zulassen, kritisiert BI-Sprecher Ernst-Richard H.-Köper. „Diese Anlagen werden mit der doppelten Höhe und dem doppelten Rotorendurchmesser eine deutlich größere Belastung für die Levester Bevölkerung darstellen“, sagt er. Grund genug, um zu einer Bürgerversammlung am Montag, 11. April, ins Sportheim des TV Jahn Leveste einzuladen. „Wir möchten sicherstellen, dass alle Bürger wissen, was da auf sie zukommt und wer dafür die Verantwortung trägt“, sagt Köper. Wer jetzt dem Regionalen Raumordnungsprogramm zustimme, stimme für die Belastung der Bürger mit diesen Monster-Windrädern, befürchtet Köper.

Zwar gebe es die theoretische Möglichkeit, später im Bebauungsplan eine Höhenbegrenzung festzusetzen. Die werde aber von der Betreiberfirma auf jeden Fall als Verhinderungsplanung auf dem Klageweg kassiert. „Windkraftbetreiber beschäftigen ein Heer von Anwälten, die damit bisher immer Erfolg hatten“, sagt Köper. Und er wird deutlich: „Unter dem Strich bleibt die bittere Erkenntnis, dass die Bürger den Kopf für die Gewinnmaximierung eines Unternehmens hinhalten müssen“, meint Köper.

Aus dem Gehrdener Rathaus gebe es zu diesem Thema zwar noch nichts Offizielles, aber dem Vernehmen nach bereite die Verwaltung eine Vorlage vor, die dem Regionalen Raumordnungsprogramm im Hinblick auf das Repowering in Leveste positiv gegenüber stehe. „Wir werden den Levester angesichts der kommenden Kommunalwahl jedenfalls dringend empfehlen, sich genau anzusehen, welche Gehrdener Politiker dieser Vorlage zustimmen und welche nicht“, sagt Köper.

Fragen an die Verwaltung der Stadt sind schon bei der Bürgerversammlung am 11. April möglich. Gast wird der Fachdienstleiter „Umwelt und Klimaschutz“, Holger Spohr, sein. Ob auch Kommunalpolitiker den Weg nach Leveste finden, müsse sich zeigen.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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