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Chance für den zweiten Bauabschnitt?

Gehrden Chance für den zweiten Bauabschnitt?

Das Klinikum Robert-Koch in Gehrden hofft darauf, den zweiten Neubauabschnitt aus einem Strukturfonds des Landes finanzieren zu können. Bis Ende November soll das entsprechende Gesetz von Bundestag und Bundesrat beschlossen worden sein.

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Der Landtagsabgeordnete Max Matthiesen (Mitte) sprach sich während seines Besuchs beim kaufmännischen Klinikdirektor Stefan Schröer (rechts) und Pflegedirektor Martin Langsdorf für den zweiten Bauabschnitt aus.

Quelle: Björn Franz und Frank Hermann

Gehrden. Es sind gespannte Blicke, die sich in diesen Tagen von Gehrden aus in Richtung Berlin richten. Denn dort wird in den kommenden Wochen eine Weichenstellung erfolgen, die für den angestrebten zweiten Bauabschnitt des Klinikums Robert-Koch große Bedeutung hat. Mit dem Krankenhausstrukturgesetz, das noch in diesem Monat im Bundestag und Ende November im Bundesrat beschlossen werden soll, würde auch ein Strukturfonds eingerichtet werden, aus dem ein Neubau des inzwischen 50 Jahre alten Haupttraktes finanziert werden könnte.

Etwa 94 Millionen Euro sollen in diesen Fonds einfließen - je zur Hälfte aus Bundes- und Landesmitteln. Daraus sollen dann Investitionen bezuschusst werden, die im Rahmen von Strukturveränderungen wie Zusammenlegungen oder Schließungen von Krankenhäusern erfolgen. Und die Gehrdener Klinik darf sich durch die Übernahme der Betten aus Springe berechtigte Hoffnungen machen, genau von diesen Mitteln zu profitieren. "Der Strukturfonds ist mit Sicherheit ein Schritt in die richtige Richtung", erklärte der kaufmännische Direktor des Robert-Koch-Klinikums, Stefan Schröer. "Die Krankenhäuser müssen auf eine solide Basis gestellt werden, um die medizinische Versorgung leisten zu können."

Während sich Schröer bezüglich der Planungen für den zweiten Bauabschnitt, bei dem das inzwischen 50 Jahre alte Hauptgebäude durch einen Neubau ersetzt werden soll, sehr zurückhält ("Wir sind da erst am Anfang aller Überlegungen"), lehnt sich der CDU-Landtagsabgeordnete Max Matthiesen deutlich weiter aus dem Fenster. "Es ist unumstritten, dass der zweite Bauabschnitt in Gehrden kommen muss", erklärte er während eines Besuchs des Klinikums am Freitagmorgen - und schickte sogar konkrete Zahlen hinterher. Auf einer Liste des niedersächsischen Sozialministeriums, so Matthiesen, sei die zweite Ausbaustufe des Gehrdener Krankenhauses derzeit mit einer Summe von 90 Millionen Euro aufgeführt.

Allerdings hält er die derzeit von der SPD-geführten Landesregierung angedachten Mittel für Investitionen in Krankenhäuser für deutlich zu wenig. "Das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein", erklärte Matthiesen. Er warb dafür, dass trotz des derzeit dominierenden Themas Flüchtlingsbetreuung auch die Finanzierung des Gesundheitssystems und die Ausstattung der Kliniken nicht in Vergessenheit geraten dürfte.

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