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Bau der neuen Unterkunft hat begonnen

Gehrden Bau der neuen Unterkunft hat begonnen

Der Bau der neuen Flüchtlingsunterkunft am Bünteweg in Gehrden hat begonnen. Eine Fachfirma bereitet zurzeit das Fundament vor. Im Frühjahr soll das Gebäude bezugsfertig sein.

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Mitarbeiter eine Barsinghäuser bereiten das Fundament für das neue Flüchtlingsheim am Bünteweg vor.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Läuft alles nach Plan, dann können Anfang April die ersten Flüchtlinge in die neue Unterkunft am Bünteweg einziehen. Zurzeit ist eine Barsinghäuser Fachfirma dabei, das Fundament zu legen. Anschließend wird das Gebäude in sogenannter Modulbauweise errichtet. Etwa 1,7 Millionen Euro kostet der Neubau.

Für Bürgermeister Cord Mittendorf ist der Neubau eine große Entlastung. "Wir haben es bisher geschafft, die Menschen dezentral unterzubringen", sagt er. 270 Zuwanderer leben gegenwärtig im Gehrdener Stadtgebiet - in 80 Wohnungen und einem von der Stadt gekauften Haus. Aber aufgrund der Vielzahl an Neuankömmlingen werde es immer schwieriger, Wohnraum zu finden, sagt Mittendorf. Schon jetzt steht fest: Bis Ende März muss die Stadt noch 80 Flüchtlinge aufnehmen. "Deshalb sind wir froh, dass das Heim am Bünteweg bald fertig ist", sagt er.

Doch Mittendorf blickt bereits voraus. Er gehe davon aus, dass die Stadt noch eine weitere Unterkunft bauen müsse. "Ich glaube, dass das Gebäude am Bünteweg nicht ausreicht, um allen Flüchtlinge, die in den nächsten Monaten in unsere Stadt kommen, eine Bleibe bieten zu können", sagt er. Ein zweiter Standort könnte im Knülfeld sein. Eine entsprechende Planung ist bereits angelaufen. Eines will Mittendorf auf jeden Fall vermeiden: "Wir wollen keine Hallen als Notunterkünfte belegen", sagt er. Seine Befürchtung: Die bislang positive Stimmung in Gehrden könnte dann kippen.

Durch die Unterbringung der Menschen in einer Massenunterkunft verändere sich auch die Integrationsarbeit. "Das ist eine neue Herausforderung für uns", sagt Mittendorf. Deshalb werde in der Verwaltung auch das Personal aufgestockt. Eine Sozialarbeiterin, die bislang für die Oberschule eingesetzt war, wurde zurückgeholt. Außerdem sind zwei neue Stellen ausgeschrieben worden. Auch mehrere Hausmeister werden eingestellt. "Wir wollen die Menschen, die zu uns kommen, nicht nur unterbringen, sondern wir wollen uns auch um sie kümmern", betont der Verwaltungschef. Er hoffe dabei weiterhin auf die Unterstützung der Ehrenamtlichen. "Ohne die geht es nämlich nicht", sagt er.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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