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Dörffer vermisst eine Strategie

Gehrden Dörffer vermisst eine Strategie

Der CDU-Ratsherr Klaus Dörffer wiederholt seine Kritik an der Stadtentwicklung in Gehrden. Aus seiner Sicht wird zu sehr auf Wachstum geschaut und die Folgen werden dabei vergessen.

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Nach dem Baugebiet Großes Neddernholz will die Stadt eine weitere Fläche im Gehrdener Osten vermarkten. Nicht alle Politiker sind damit einverstanden.sss

Quelle: Wirausky

Gehrden. Klaus Dörffer ist ein streitbarer Mensch und er macht aus seinem Herzen keine Mördergrube. „Ich beobachte die Entwicklung Gehrdens skeptisch“, sagt der CDU-Ratsherr. Genau genommen: Ihm fehle ein klares Konzept und das richtige Timing. „Eine ausgewogene Entwicklung einer Stadt muss sorgsam geplant werden“, sagt Dörffer. Nicht ausschließlich auf Wachstum und auf Nachfrage dürfe geachtet werden, sondern die Planer müssten sich auch fragen: Reichen die Kapazitäten, beispielsweise der Kindergärten und Schulen, proportional zu den Menschen, die sie nutzen wollen?
Dörffer macht keinen Hehl daraus, dass ihm die Ausweisung neuer Baugebiete wie in Gehrden-Ost, wo 60 bis 70 Grundstücke angeboten werden sollen, deutlich zu schnell geht. „Aus meiner Sicht sind zahlreiche Fragen von der Verwaltung und den Befürwortern der Pläne bislang nicht beantwortet worden“, sagt er. Fragen wie: Gibt es zurzeit nicht andere Aufgabenfelder für Politik und Verwaltung als die Erschließung weiterer Baugebiete. Ist die Infrastruktur auf den Zuzug weiterer Bürger überhaupt ausgerichtet? Sind die Folgekosten der Baugebiete dem schnellen Ertrag gegenübergestellt worden?
Das Fazit des CDU-Politikers k ist eindeutig: „Wir fliegen bei der Stadtentwicklung voll auf Sicht“, sagt er. Kurzum: Es gebe keinen Plan, von einer Strategie ganz zu schweigen.
Neu ist die Haltung Dörffers nicht. Bereits dem Haushalt hat er im vergangenen Jahr seine Zustimmung verweigert – weil er sich gegen die Ausweisung weiterer Bauflächen wehrt. Dafür sei die Zeit noch nicht reif. Er habe ein Problem mit einem zu schnellen Wachstum, bei dem die Infrastruktur einer Kommune nicht mehr angemessen nachwachsen könne, begründete er seine Entscheidung.

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