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Einfamilienhäuser und Sozialer Wohnungsbau

Gehrden Einfamilienhäuser und Sozialer Wohnungsbau

Das Neubaugebiet Gehrden-Ost nimmt Formen an. Einem ersten Entwurf stimmten die Politiker weitgehend zu. Dagegen befürchten Anwohner im Langen Feld ein erhöhtes Verkehrsaufkommen.

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Gehrden ist ein beliebter Wohnort und Bauland wie hier im Großen Neddernholz  ist begehrt. Nun sollen Flächen im Baugebiet Gehrden-Ost angeboten werden.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Verwaltung und Politiker wollen keine Zeit verlieren. Nachdem die Grundstücke in den beiden Baugebieten Am Thiemorgen und Großes Neddernholz in Windeseile verkauft worden sind, soll nun auch ein weiteres Areal im Gehrdener Osten vermarktet werden. Im Ausschuss für Bau- und Städteplanung hatte das Architekturbüro Lärchenberg vor vier Wochen einen ersten Entwurf vorgestellt. Demnach sollen auf der rund 6,7 Hektar großen Fläche in unmittelbarer Nachbarschaft zum Baugebiet Langes Feld rund 50  Grundstücke für Einfamilienhäuser ausgewiesen und im Innenbereich des Gebietes bis zu acht mehrgeschossige Mehrfamilienhäuser mit jeweils acht Wohnungen gebaut werden - ein Plan, der nun auch weitgehend auf Zustimmung der Politiker getroffen ist. Sie machten aber deutlich, dass in der Mitte des Areals lediglich zweigeschossige Häuser ohne Dach erlaubt werden sollen. "Der Mittelteil muss in der Höhe begrenzt werden", sagte Klaus Dörffer (CDU). Henning Harter (SPD) stimmte dem zu, betonte aber auch, dass der soziale Wohnungsbau im Auge behalten werden müsse. "Wir brauchen preiswerten Wohnraum", sagte er. Andererseits bedeuten Häuser mit zahlreichen Mietparteien auch mehr Verkehr in dem Baugebiet. "Und wir müssen mehr Parkplätze anlegen", sagte er. Die Geschosshöhe zu begrenzen sei daher ein guter Ansatz.

Für bezahlbare Wohnungen plädierten auch die Bündnisgrünen. Zumal sich in Gehrden die Zahl der sogenannten belegungsgebundenen Wohnungen bis Ende 2017 von einst 250 auf knapp 50 reduziert. In den zweigeschossigen Mietshäusern im Innenbereich des Neubaugebietes würden 64 neue Sozialwohnungen entstehen. "Den Wegfall können wir damit aber nicht ersetzen", betonte Jörg Zehrfeld (Bündnis 90/Die Grünen).

Und: "Wir sollten vereinbaren, dass die Häuser Passiv- und Energie-Plus-Standard haben müssen", forderte seine Fraktionskollegin Eva Kiene-Stengel. Damit würde die Stadt in Sachen Klimaschutz endlich Flagge zeigen. Mit diesem Wunsch steht Kiene-Stengel aber nahezu allein. "Wir wollen keinen Zwang für bauwillige Bürger", sagte Hilmar Rump (FDP) - und erinnerte an das Bonussystem der Stadt, wonach der Bau eines Passivhauses bezuschusst werde. Immerhin: Klaus Dörffer könnte sich vorstellen, zumindest in einem Teilbereich über energetisches Bauen nachzudenken.

Sorgen bereitet Bürgern die Verkehrsanbindung an das Neubaugebiet. Es soll über die Verdistraße und die Millöckerstraße an das Lange Feld angebunden werden. Für einen Anwohner der Verdistraße ist das keine gute Idee. "Das führt zu einer extremen Verkehrsbelastung", warnte er. Eltern von Kindergartenkinder, die die Einrichtung der Margarethengemeinde am Neddernholz besuchen, befürchten wiederum, dass der Verkehr vor dem Gebäude deutlich zunimmt - gerade in der Bauphase.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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