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Gehrdener gewinnt renommierten Weinpreis

Gehrden Gehrdener gewinnt renommierten Weinpreis

Der Gehrdener Tim Lilienström hat für seinen Riesling Hattenheimer Schützenhaus, Jahrgang 2013, einen renommierten Weinpreis gewonnen. Bis zu diesem Ziel legte der einstige Abiturient des Matthias-Claudius-Gymnasiums (MCG) einen weiten Weg zurück.

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Weinexperte: Der Gehrdener Tilm Lilienström hat renommierten Preis gewonnen.

Quelle: privat

Gehrden. "Wein war überhaupt nicht mein Thema", erinnert sich Tim Lilienström, geborener Leschinsky, an seine Schulzeit. Das sollte sich jedoch nach dem Abitur im Jahr 2003und dem Beginn seiner Lehre zum Hotelfachmann im Fünf-Sterne-Hotel Excelsior in Köln ändern. "Durch sehr gute Ausbilder bekam ich ein Gefühl für den Wein", sagt der 31-Jährige. In Theorie und Sensorik-Schulungen habe er das edle Getränk zu schätzen gelernt und zunächst überlegt, eine zusätzliche Sommelier-Ausbildung zu absolvieren. Ein Praktikum bei seinem heutigen Arbeitgeber, der Georg-Müller-Stiftung in Hattenheim, habe ihn bestärkt, ab 2008 in Geisenheim bei Wiesbaden sowie bei einem Auslandsjahr in Bordeaux Weinwissenschaft zu studieren.

Im Anschluss an sein Studium trat Lilienström die Stelle als Gutsverwalter und Kellermeister der Georg-Müller-Stiftung an. Schon wenig später nahm er mit einer Auswahl seiner produzierten Weine beim "Großen Internationalen Weinpreis Mundus Vini" teil. Mit Erfolg: Die 150-köpfige Jury, die mehr als 4300 Weine aus fast 40 Ländern blind verkostete und beurteilte, verlieh Lilienströms Hattenheimer Schützenhaus als bestem von 552 geprüften trockenen Rieslingen die höchste Auszeichnung "Großes Gold".

"Ich war schon überrascht und habe mich sehr gefreut", sagt Lilienström, der mit Anna Sarah Lilienström, einer schwedischen Oenologin und Biomedizinerin verheiratet ist. Auf der anderen Seite habe diesen Riesling bewusst für den Wettbewerb ausgewählt. "Der Wein war schon bei der Gärung mein Liebling", erzählt der Weinexperte. "Das ist ein klassischer Rheingauer Riesling, optisch strahlend frisch und mit einem komplexen, eleganten Geschmack sowie einer straffen Säure." Dabei sei 2013 unter anderem wegen hoher Feuchtigkeit während der Lese ein schwieriges Jahr für die Winzer gewesen. "Man musste für die Qualität kämpfen", betont der Gehrdener.

Trotz seines heutigen Wohnorts in Hattenheim im hessischen Rheingau-Taunus-Kreis verbinde ihn nach wie vor viel mit der Burgbergstadt. "Gehrden ist meine Heimat", sagt Lilienström. "Meine Eltern wohnen in Gehrden und ein paar mal im Jahr komme ich zu Besuch. Wenn es möglich ist, bin ich auch beim Ehemaligentreffen des MCG wieder mit dabei", kündigt er an.

Von Carsten Fricke

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